Neues Faltblatt aus dem Nationalpark Hainich fördert Artenschutz im eigenen Garten
Die Verwaltung des Nationalparks Hainich hat am 18. August 2025 ein Faltblatt veröffentlicht, das Bürgerinnen und Bürgern praktische Anleitungen zum Schutz von Schmetterlingen, Wildbienen und weiteren Arten bietet. Mit dem Titel „Vielfalt vor der Haustür – was können wir für Schmetterling, Wildbiene & Co. tun?“ richtet sich die Broschüre speziell an all jene, die Biodiversität rund um Haus und Garten fördern möchten.
Laut Angaben des Nationalparks verdeutlicht das Faltblatt die weitreichende Bedeutung des Artenrückgangs und benennt den Verlust von Biodiversität als eine der gravierendsten Bedrohungen für Mensch und Natur. Die Broschüre, die anschaulich über Lebensräume und Artenvielfalt im Nationalpark informiert, vermittelt zudem konkrete Vorschläge für die praktische Umsetzung im privaten Umfeld.
Auf Basis typischer Lebensräume und Arten des Nationalparks werden auf einer Karte gezielt Ideen vorgestellt, wie sich beispielsweise Totholz als wichtige Struktur in den eigenen Garten integrieren lässt. Ebenso erfahren Leserinnen und Leser, welche heimischen Pflanzen sich zum Nachahmen der blühenden Wiesen eignen und dabei insektenfreundlich wirken. Die Wiesen-Flockenblume gilt demnach als Beispiel, da sie zahlreiche Schmetterlings- und Wildbienenarten anzieht.
Lisa Mäder aus der Nationalpark-Verwaltung berichtet in der Mitteilung von eigenen positiven Erfahrungen, nachdem sie die empfohlenen Maßnahmen im eigenen Garten umgesetzt habe. Sie gibt an, das Gefühl persönlicher Wirksamkeit sei besonders motivierend, gerade angesichts der für kommende Generationen bedrohlichen Entwicklung. Ihren Angaben zufolge könnten schon kleine Veränderungen, etwa bepflanzte Balkonkästen mit heimischen Wildstauden statt Geranien, einen Unterschied für bestäubende Insekten machen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewerten das Aussterben von Arten derzeit als eine der größten Herausforderungen überhaupt. Studien zufolge ist die Biomasse von Fluginsekten in Deutschland in den letzten drei Jahrzehnten um rund 75 Prozent gesunken; über die Hälfte der einheimischen Wildbienenarten gilt laut Fachleuten als gefährdet. Die Vereinten Nationen weisen darauf hin, dass Bestäubungsinsekten wie Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge und Schwebfliegen für die Ernährungssicherheit der Menschheit unentbehrlich sind.
Interessierte können das neue Faltblatt sowohl an den Infostellen des Nationalparks als auch online herunterladen. Ergänzend dazu bietet der Nationalpark Hainich auf seiner Internetseite weitere Hinweise – etwa, wie hilfsbedürftige Igel oder Vogelarten in heimischen Gärten unterstützt werden können.
Quelle: Pressemitteilung vom 18.08.2025
Foto: Nationalpark-Verwaltung
Veröffentlicht am 18.08.2025 17:55 von Christian Wolf, Redakteur
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