Predigerkirche zeigt neue Ausstellung zu 800 Jahren St. Annen und Fotografien von Jürgen Sieker
In der Eisenacher Predigerkirche eröffnet am Freitag, 13. März, die Kabinettausstellung „Bei uns vor dem Georgentor – 800 Jahre St. Annen“. Besucherinnen und Besucher können die Schau bis zum 17. Mai während der regulären Öffnungszeiten der Kirche besichtigen. Die Ausstellung widmet sich der mittelalterlichen Geschichte rund um das ehemalige Georgentor und beleuchtet das karitative Wirken der Heiligen Elisabeth, die eng mit dem Standort verbunden ist. Gezeigt werden ausgewählte Exponate, die die Verbindung zwischen Elisabeths Engagement und St. Annen dokumentieren.
Die Predigerkirche selbst wurde um 1240 der Heiligen Elisabeth geweiht und ist heute ein wichtiger Erinnerungsort an die 1235 heiliggesprochene Landgräfin. Das Gebäude beherbergt als Teil des Thüringer Museums eine umfangreiche Sammlung sakraler Kunst und ist regelmäßig Schauplatz von Sonderausstellungen, die historische Themen mit zeitgenössischer Kunst verbinden.
Im Rahmen der neuen Ausstellung finden zwei begleitende Veranstaltungen statt: Am Sonntag, 26. April, spricht Hans Plager, Verwaltungsleiter der Katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth, über die Heilige Elisabeth als Wegbereiterin der modernen Hospizbewegung. Am Sonntag, 3. Mai, gibt Dr. Bernd Müller-Stückrad, Archäologe und Bauhistoriker, Einblicke in die Geschichte der Spitäler St. Spiritus und St. Anna in der Georgenvorstadt. Für beide Termine wird um eine Voranmeldung unter Tel. 03691 784-678 gebeten. Die Predigerkirche ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Parallel zur Kabinettausstellung zeigt die Reihe „Kunst im Foyer“ ab 13. März zwei großformatige Fotografien des Künstlers Jürgen Sieker. Die Bilder entstanden im Rahmen eines Langzeitprojekts in Paris und thematisieren das Leben obdachloser Menschen. Siekers Werke stehen in Bezug zur karitativen Tradition, die auch im Wirken der Heiligen Elisabeth einen Schwerpunkt bildet. Der Fotograf lebt und arbeitet seit 2004 in Eisenach und Paris; sein künstlerisches Schaffen umfasst neben sozialdokumentarischen Projekten auch Porträts und Bildbände mit Eisenach-Bezug.
Die Predigerkirche ist nicht nur für ihre Sammlung mittelalterlicher Kunst bekannt, sondern dient mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen als lebendiger Ort der Begegnung mit Geschichte und Gegenwart. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm erhalten Interessierte direkt beim Thüringer Museum Eisenach.
Quelle: Pressemitteilung vom 09.03.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 09.03.2026 13:24 von Christian Wolf, Redakteur

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