13.11.2024

Rückgang bei Baugenehmigungen für Neubauwohnungen in Thüringen

In den ersten drei Quartalen 2024 wurde in Thüringen ein signifikanter Rückgang bei den Baugenehmigungen für Neubauwohnungen verzeichnet. Laut einer Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik handelt es sich um die niedrigste Zahl seit Beginn der Auswertungen im Jahr 1995.

Das Thüringer Landesamt für Statistik meldete, dass in den ersten drei Quartalen 2024 lediglich 1.098 Neubauwohnungen genehmigt wurden. Dies entspreche einem Rückgang von 41,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Seit Jahresbeginn 2023 liege der starke Rückgang der erteilten Genehmigungen für Wohnungen in Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäusern vor.

Von den neu geplanten Wohnräumen seien 51,2 Prozent Ein- oder Zweifamilienhäuser, das bedeute 521 Wohnungen. Diese Zahl habe sich um 28,6 Prozent (209 Wohnungen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert. Für den Neubau von Mehrfamilienhäusern, die 43,7 Prozent der genehmigten Wohnungen ausmachen, sei ein Rückgang von 502 Wohnungen bzw. 53,1 Prozent errechnet worden.

Der Anteil der Wohnheime am Wohnungsneubau in Thüringen belaufe sich auf 5,1 Prozent. Hierbei sei ebenfalls ein starker Rückgang um 156 genehmigte Wohnheimplätze im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt seien bis Ende September dieses Jahres 52 Wohnheimplätze neu geplant worden.

Zusätzlich zu den Neubauwohnungen seien 618 Wohnungen durch Um- oder Ausbaumaßnahmen in bestehenden Wohngebäuden dem Wohnungsmarkt neu zugeführt worden. Dies ergäbe zusammen mit den Neubauwohnungen eine Gesamtzahl von 1.635 Wohnungen. Im Vergleich zu 2023 seien dies 845 Wohnungen weniger, was einem Rückgang im Wohnungsbau von 34,1 Prozent entspreche.

Quelle: Pressemitteilung vom 13. November 2024
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