12.11.2024 👍2

Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche in Thüringen im 2. Quartal 2024

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Thüringen ist im 2. Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,6 Prozent gesunken. Während deutschlandweit ein leichter Anstieg von 0,7 Prozent verzeichnet wurde, zeigt sich ein weniger dramatisches Bild in Thüringen.

Nach Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik wurden im 2. Quartal 2024 insgesamt 680 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Dies bedeute einen Rückgang von 107 Fällen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Besonders in der Altersgruppe der 30- bis unter 40-Jährigen ließ die Zahl der Eingriffe um 69 Fälle nach.

Die Statistik berichtet weiter, dass von den betreffenden Frauen 2,2 Prozent unter 18 Jahre alt und 41,9 Prozent im Alter von 18 bis unter 30 Jahren waren. Die Mehrheit von 43,4 Prozent fiel in die Altersgruppe der 30- bis unter 40-Jährigen. Rund zwölf Prozent der Abbrüche wurden bei Frauen ab 40 Jahren verzeichnet.

Von den 680 betroffenen Frauen in Thüringen waren mehr als zwei Drittel zum Zeitpunkt des Abbruchs ledig, rund 28 Prozent verheiratet und etwas mehr als zwei Prozent geschieden oder verwitwet. Fast alle Abbrüche erfolgten nach der Beratungsregelung, während in 20 Fällen eine medizinische oder kriminologische Indikation vorlag.

Im Hinblick auf den Ort der Eingriffe gab das Thüringer Landesamt für Statistik bekannt, dass der überwiegende Teil in gynäkologischen Praxen, OP-Zentren oder ambulant im Krankenhaus durchgeführt wurde. Stationäre Einweisungen waren in 20 Fällen notwendig.

Bezüglich der maternalen Situation vor dem Abbruch wird aufgeführt, dass 225 Frauen noch kein Kind geboren hatten, während der Rest bereits ein oder mehrere Kinder hatte. Von den 680 Frauen ließen sich 635 in Thüringen selbst behandeln, während 45 in ein anderes Bundesland gingen. Zudem kamen 75 Frauen aus anderen Bundesländern nach Thüringen, um einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen.

Weiterführende Informationen finden Interessierte in den Internettabellen des Thüringer Landesamtes für Statistik.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.11.2024
Veröffentlicht am von , Redakteur

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