04.05.2026

Schlägerei bei Musikveranstaltung in Herda: Polizei sucht Zeugen

Bei einer öffentlichen Musikveranstaltung in Herda (Werra-Suhl-Tal) ist es in der Nacht zu Sonntag (04.05.2026) zu einer größeren Auseinandersetzung gekommen. Gegen 02.25 Uhr entwickelte sich nach Angaben der Landespolizeiinspektion Gotha aus einem zunächst verbalen Streit zwischen mehreren Personen eine wechselseitige körperliche Auseinandersetzung. Mehrere Menschen wurden verletzt, die Polizei prüft auch eine mögliche politische Motivation und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach aktuellem Stand wurden mindestens acht Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren deutscher Staatsangehörigkeit leicht verletzt. Ebenfalls leicht verletzt wurden ein 19-Jähriger russischer Staatsangehörigkeit und ein 18-Jähriger syrischer Staatsangehörigkeit. Ein 20-jähriger Deutscher erlitt schwerere Verletzungen. Zwei weitere junge Männer im Alter von 16 und 17 Jahren (syrische bzw. irakische Staatsangehörigkeit) blieben unverletzt.

Waffen oder andere gefährliche Gegenstände kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zum Einsatz. Alle Beteiligten waren laut Polizei erheblich alkoholisiert. Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit insbesondere auf den genauen Ablauf der Auseinandersetzung, die Rollen der einzelnen Beteiligten sowie die Hintergründe des Streits.

Die Ermittler schließen eine politische Motivation der Tat aktuell nicht aus. Konkrete Erkenntnisse dazu liegen nach derzeitigem Stand allerdings noch nicht vor. Entsprechend wichtig sind für die Polizei Beobachtungen von Besuchern der Veranstaltung, die das Geschehen vor, während oder nach der Auseinandersetzung wahrgenommen haben.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zu den Vorfällen auf der Musikveranstaltung in Herda machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03691-261124 bei der Polizei zu melden und die Bezugsnummer 01808983/2026 anzugeben.

Hinweise können auch für Anwohner oder Verkehrsteilnehmer relevant sein, die in der Nacht zum Sonntag rund um den Veranstaltungsort Auffälligkeiten bemerkt haben – etwa größere Personengruppen, Streitigkeiten oder Rettungseinsätze.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.05.2026
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