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Schockanrufe im Wartburgkreis: Polizei Eisenach warnt Senioren

Im Wartburgkreis sind am Abend des 3. August erneut mehrere Schockanrufe registriert worden. Nach Angaben der Polizei Eisenach wurden Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 69 und 85 Jahren angerufen. Unbekannte gaben vor, ein nahes Familienmitglied habe einen schweren Unfall verursacht, nur die Zahlung einer hohen Kaution könne weitere Folgen verhindern. Alle Betroffenen legten auf, bevor es zu einer Geldübergabe kam.

Die Masche ähnelt früheren Fällen aus der Region: Anrufer bauen massiven Zeitdruck auf und schildern angebliche Notlagen von Kindern oder Enkeln. Ziel ist es, ältere Menschen zu verunsichern und sie zu schnellen Geldzahlungen zu bewegen. In den aktuellen Fällen im Wartburgkreis blieb es beim Versuch.

Die Polizei betont, dass echte Polizeibeamte am Telefon keine Kautionen verlangen und auch keine Auskünfte zu Kontoständen oder Wertgegenständen fordern. Wer einen solchen Anruf erhält, soll das Gespräch sofort beenden und über die Notrufnummer 110 die Polizei informieren.

Wichtig ist zudem, Angehörige einzubeziehen. Die Polizei rät Familien ausdrücklich, mit älteren Eltern oder Großeltern über Schockanrufe und andere Formen des Telefonbetrugs zu sprechen. Klare Absprachen in der Familie – etwa, dass bei angeblichen Notfällen immer zunächst eine bekannte Nummer zurückgerufen wird – können helfen, in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Als Grundregeln nennt die Polizei:

  • Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen und nicht in ein Gespräch verwickeln lassen.
  • Keine Informationen zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen preisgeben.
  • Über eine bekannte Telefonnummer Angehörige oder Vertrauenspersonen kontaktieren.
  • Verdächtige Anrufe umgehend der Polizei melden.

Für Fragen und zur persönlichen Beratung steht die polizeiliche Beratungsstelle der Landespolizeiinspektion Gotha unter der Telefonnummer 03621-781504 zur Verfügung. Ausführliche Informationen zu Schockanrufen und weiteren Betrugsmaschen bietet außerdem das Präventionsportal der Polizei unter der Adresse, auf die in der aktuellen Warnmeldung verwiesen wird.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.08.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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