14.04.2025

Schutz der Wildtiere: NABU gibt Ratschläge für naturfreundliche Osterfeuer

Der NABU Thüringen hat praktische Tipps veröffentlicht, um Osterfeuer naturfreundlicher zu gestalten. Veranstalter werden aufgefordert, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen, die in den Holz- und Reisighaufen Unterschlupf suchen. Die Umstellung der Haufen kurz vor dem Abbrennen könnte vielen Tieren das Leben retten.

Osterfeuer zählen in Thüringen zu einer beliebten Tradition. Doch während viele Menschen die gesellige Atmosphäre genießen, können die brennenden Haufen für zahlreiche Wildtiere zur tödlichen Gefahr werden. Insbesondere Zaunkönige, Rotkehlchen, Igel und andere Tierarten nutzen die Haufen als Rückzugsort oder Brutstätte.

Der NABU Thüringen appelliert an die Veranstalter von Osterfeuern, die Holz- und Reisighaufen erst kurz vor dem Abbrennen aufzuschichten oder am Tag des Feuers umzuschichten. Dies gibt den darin versteckten Tieren die Chance, zu flüchten. Zudem wird geraten, beim Osterfeuer auf das Verbrennen alter Möbelstücke und anderer Abfälle zu verzichten.

Häufig werden Osterfeuer genutzt, um schnell Hecken- und Gebüschschnitt zu entsorgen. Doch auch hiervon wird abgeraten, da die offizielle Brutzeit der Vögel gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz bereits am 1. März beginnt. Stattdessen empfiehlt es sich, den Rückschnitt sinnvoll im Garten zu verwenden, etwa als Unterschlupf für Tiere.

Ein mit Wildrosen oder Brombeeren bewachsener Reisighaufen oder ein Holzstapel im Gebüsch kann zudem wertvollen Lebensraum schaffen und dabei helfen, Strukturarmut in der Landschaft auszugleichen. Diese praktischen Tipps des NABU Thüringen sollen sicherstellen, dass Osterfeuer nicht nur ein Vergnügen für Menschen sind, sondern auch die Natur berücksichtigt wird.

Quelle: NABU vom 14.4.2025
Veröffentlicht am von , Redakteur

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