Solar Empowerment 2.0: Wartburgkreis prüft Dächer auf PV-Tauglichkeit
Ab Ende Juni 2026 erhalten ausgewählte Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer im Wartburgkreis Post vom Landratsamt: Im Rahmen der Kampagne „Solar Empowerment 2.0“ informiert der Kreis über das Photovoltaik-Potenzial einzelner Wohngebäude. Die Aktion läuft voraussichtlich rund zwei Monate und richtet sich an private Eigentümer, die prüfen wollen, ob sich eine Solaranlage auf ihrem Dach lohnt – ökologisch und finanziell.
Träger der Kampagne sind der Wartburgkreis, die Universität Erfurt und die Thüringer Landesenergieagentur ThEGA. Neben dem Wartburgkreis beteiligen sich auch der Unstrut-Hainich-Kreis, der Ilm-Kreis, der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sowie die Stadt Jena. Ziel ist es, den Ausbau von Solarstrom auf Wohngebäuden voranzubringen und private Investitionen in erneuerbare Energien anzustoßen.
Die angeschriebenen Eigentümer erhalten ein mehrseitiges Informationsschreiben. Darin finden sich Abschätzungen zur möglichen Stromerzeugung auf dem eigenen Dach, zu Investitionskosten und Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage sowie Hinweise zur möglichen CO₂-Einsparung. Die Angaben sollen eine erste Orientierung geben, ersetzen aber keine detaillierte Fachplanung und kein Angebot eines Installationsbetriebs.
Wichtig: Mit dem Brief ist keinerlei Verpflichtung verbunden. Die Aktion ist als kostenloses, unverbindliches Informationsangebot angelegt. Eigentümerinnen und Eigentümer sollen eine unabhängige Grundlage bekommen, um Chancen und Grenzen einer eigenen PV-Anlage besser einschätzen zu können – etwa ob sich eher eine kleinere Anlage für den Eigenverbrauch oder eine größere Lösung mit Einspeisung anbietet.
Während des Kampagnenzeitraums steht zusätzlich eine eigens eingerichtete Solarhotline zur Verfügung. Über diese Nummer können Interessierte eine kostenlose persönliche Fachberatung in Anspruch nehmen. Die Telefonnummer wird direkt in den Anschreiben genannt, sodass Rückfragen zu den individuellen Berechnungen gezielt geklärt werden können.
Da nur eine begrenzte Zahl von Haushalten direkt angeschrieben werden kann, bedeutet ein ausbleibender Brief nicht automatisch, dass das eigene Gebäude ungeeignet ist. Wer unabhängig von der Kampagne prüfen möchte, ob das eigene Dach grundsätzlich für Photovoltaik oder Solarthermie taugt, kann dafür den kostenlosen Thüringer Solarrechner der ThEGA nutzen. Das Online-Tool ist unter www.solarrechner-thueringen.de erreichbar und liefert eine erste Einschätzung zur Eignung von Dachflächen.
„Solar Empowerment 2.0“ knüpft an ein Pilotprojekt an, das 2023 in Weimar gestartet wurde. Dort wurden mehr als 6.000 Eigentümerinnen und Eigentümer geeigneter Gebäude direkt angeschrieben. Die Auswertung zeigte, dass eine persönliche, auf das eigene Haus bezogene Ansprache das Interesse an Photovoltaik deutlich erhöhen und konkrete Investitionsentscheidungen auslösen kann.
Für den Wartburgkreis ist die Kampagne ein Baustein, um den Anteil erneuerbarer Energien im privaten Gebäudebestand zu erhöhen. Gerade auf Wohnhäusern sehen die Beteiligten weiterhin ein großes ungenutztes Potenzial für Solarstrom. Mit den Informationsbriefen und der ergänzenden Beratung sollen Hemmschwellen abgebaut und der Weg zu weiteren Schritten – etwa detaillierter Planung, Fördermittelrecherche und Angebotseinholung – erleichtert werden.
Weitere Informationen zum Thüringer Solarrechner gibt es online unter www.solarrechner-thueringen.de.
Quelle: Pressemitteilung vom 10.06.2026
Veröffentlicht am 10.06.2026 13:59 von Christian Wolf, Redakteur
Aktualisiert: 25.08.2026 11:34
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