Solidaritätskundgebung für Rojava auf dem Eisenacher Markt – Polizei greift bei Zwischenfall ein
Am Abend des 22. Januar 2026 fand auf dem Marktplatz in Eisenach eine Versammlung unter dem Motto „Solidaritätsdemonstration für Rojava“ statt. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich zeitweise rund 250 Menschen an der Kundgebung, die im Wesentlichen friedlich verlief.
Während der Veranstaltung kam es im Nahbereich zu einer Ansammlung von etwa 40 Personen, von denen einige syrische Flaggen zeigten. Die Polizei berichtete, dass gegen zehn dieser Personen Platzverweise ausgesprochen werden mussten, da sie sich nicht an die Regeln der Versammlung hielten. Insgesamt wurden sieben Strafanzeigen aufgenommen, darunter fünf wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.
Zur Sicherung der Veranstaltung und zur Wahrung der öffentlichen Ordnung waren Einsatzkräfte der Landespolizeiinspektion Gotha sowie der Bereitschaftspolizei Thüringen vor Ort. Die Polizei betonte, dass das Geschehen größtenteils ruhig blieb, einzelne Störungen jedoch konsequent unterbunden wurden.
Hintergrund der Demonstration ist die aktuelle Lage in Rojava, einer autonomen Region in Nordostsyrien, die in den vergangenen Wochen verstärkt Angriffen durch die syrische Übergangsregierung und von der Türkei unterstützten Gruppen ausgesetzt ist. Infolge dieser Angriffe droht eine humanitäre Krise, zahlreiche Menschen sind auf der Flucht. Die Demonstration in Eisenach reiht sich in bundesweite Solidaritätsbekundungen ein, mit denen auf die Situation der kurdischen Selbstverwaltung aufmerksam gemacht werden soll.
Quelle: Pressemitteilung vom 23.01.2026
Veröffentlicht am 23.01.2026 11:45 von Christian Wolf, Redakteur
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