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Spannende Begegnungen in Eisenach: Blue Lions laden zum bundesweiten Rollstuhlhandball-Turnier

In Eisenach wird am 14. Juni 2025 das dritte Turnier der Rollstuhl-Handballbundesliga ausgetragen. Gastgeber sind die Blue Lions des ThSV, die sich gemeinsam mit vier weiteren Teams dem Wettbewerb stellen. Trotz verletzungsbedingter Ausfälle setzt die Mannschaft auf Engagement und hofft auf zahlreiche Zuschauer in der Werner-Aßmann-Halle.

Die Blue Lions, das Rollstuhl-Handballteam des ThSV Eisenach, richten am Samstag, dem 14. Juni 2025, das dritte Turnier der laufenden Rollstuhl-Handballbundesliga-Saison in der Werner-Aßmann-Halle aus. Insgesamt treten fünf Mannschaften aus verschiedenen Teilen Deutschlands an. Neben den Gastgebern nehmen die RSG Blue Bandits Hannover, Brucker Panther 'n' Roll, Red Ants Eicklingen und Black Hawks Wefensleben teil. Die Veranstalter gehen davon aus, dass die Wettbewerbe von 11:00 Uhr bis etwa 17:30 Uhr stattfinden werden, wobei im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt und die Spiele jeweils über zwei mal 15 Minuten ausgetragen werden.

Bernd Fichtner, Spielertrainer der Blue Lions und früherer Handball-Bundesligaspieler, erklärte, das Team freue sich auf die Austragung des Turniers und strebe eine gastfreundliche Atmosphäre an. Die bisherigen beiden Turniere der Bundesliga-Saison hatten die Blue Lions jeweils auf dem zweiten Platz beendet.

Allerdings muss das Team dieses Mal auf einige Stammkräfte verzichten. So wurde Roland Frank kürzlich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt; Kathleen Walther ist nach einer Schulteroperation noch nicht einsatzbereit und auch Ronny Schwade fällt nach einer Fußoperation aus. Laut Fichtner sei die Aufgabe damit zwar schwieriger, aber nicht unmöglich. Das Team habe zuletzt zweimal wöchentlich trainiert, um den Ausfall der Leistungsträger zu kompensieren.

Für das Publikum ist der Eintritt zu dem Turnier kostenfrei, zudem wird ein Imbiss angeboten. Die Schiedsrichter Klaus und Thorsten Kowald sowie Marco Schülken und Denis Linz übernehmen die Leitung der Spiele. Der detaillierte Spielplan sieht insgesamt zehn Partien im Laufe des Tages vor, bei denen alle Mannschaften aufeinandertreffen.

Projektkoordinator Tim Thielen wies darauf hin, dass mit jedem Turnier nicht nur die Begeisterung für den Rollstuhlhandball wachse, sondern sich auch die organisatorische Struktur weiterentwickle. Ziel sei es, ein nachhaltiges Ligakonzept zu schaffen, das bundesweite Wirkung entfalten könne.

Rollstuhlhandball wird auf einem regulären Handballfeld gespielt, mit einem Torwart und fünf Feldspielern pro Team. Besonderheiten der Sportart sind unter anderem, dass das Tor abgehängt wird, damit der Torwart, der ebenfalls im Rollstuhl sitzt, alle Bereiche abdecken kann. Nach Angaben von Christof Armbruster, einem Förderer des Sports, dürfen die Spieler den Ball in den Schoß legen und ihren Rollstuhl dreimal anschieben, was den klassischen drei Schritten im Handball entspricht. Prellen, passen und werfen folgen den bekannten Regeln des Handballsports. Die Sportart ist inklusiv angelegt, sodass grundsätzlich Menschen mit und ohne Behinderung, unabhängig von Alter und Geschlecht, gemeinsam spielen können. Um sich keinen unzulässigen Vorteil zu verschaffen, wird das Aufstehen durch Gurte verhindert, welche Ober- und Unterschenkel während des Spiels sichern.

Die Rollstuhl-Handballbundesliga (RHBL) befindet sich derzeit im Aufbau. Ihre Spielordnung wurde so gestaltet, dass teilnehmende Teams und ausrichtende Vereine geringere Hürden haben. Dies soll sowohl den Breiten- als auch den Wettkampfsport hierzulande voranbringen. Erstmalig wird ein Nachteilsausgleich für Spielerinnen und Spieler mit Behinderung gewährt, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Laut den Organisatoren können neue Teams auch noch während der laufenden Saison teilnehmen, was den Zugang zum Wettkampfbetrieb erleichtert und den Handballsport für alle weiter öffnen soll.

Quelle: ThSV vom 11.6.2025
Foto: ThSV Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur
Aktualisiert: 12.06.2025 10:35

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