Spannung und Herzschlagfinale: ThSV Eisenach fordert Meister SC Magdeburg bis zur letzten Sekunde
In einem intensiven und hochklassigen Handballduell unterlag der ThSV Eisenach dem SC Magdeburg denkbar knapp mit 32:33. Die Partie zeichnete sich durch zahlreiche Wendungen, einen engagierten Auftritt der Gäste sowie markante Einzelleistungen wie die 15 Tore von Marko Grgic aus. Trotz der Niederlage hinterließ das Eisenacher Team einen starken Eindruck und brachte den Titelverteidiger an den Rand einer Niederlage.
Das Duell in der Magdeburger GETEC Arena am 23. Mai 2025 war geprägt von einem hohen Tempo und kämpferischer Entschlossenheit auf beiden Seiten. Bereits zur Halbzeit stand es 18:18. Besonders Marko Grgic stach mit seinen 15 Treffern für Eisenach hervor, während beim SC Magdeburg Omar Ingi Magnusson und Magnus Saugstrup mit zehn beziehungsweise acht Toren überzeugten.
Mit diesem Erfolg sicherte sich der SC Magdeburg zwei wertvolle Punkte im Kampf um die deutsche Meisterschaft und bleibt damit einen Zähler hinter dem Spitzenduo Füchse Berlin und MT Melsungen. Eisenach verpasste es nur knapp, den amtierenden Meister zu stürzen, nachdem eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung 27 Sekunden vor Schluss den möglichen Ausgleich verhinderte.
Im Vorfeld wurde das ursprünglich für die Weihnachtszeit geplante Spiel verschoben, nachdem ein Überfall auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt für Bestürzung gesorgt hatte. In Gedenken daran trug das Eisenacher Team vor Anpfiff ein Banner mit den Worten „Wir vergessen Euch nicht. Ihr bleibt in Erinnerung. Eisenach für Magdeburg“.
Eisenachs Geschäftsführer Rene Witte äußerte, er sei stolz auf seine Mannschaft und die mitgereisten Fans, die das Team lautstark unterstützten. Auch Trainer Misha Kaufmann lobte den kollektiven Kampfgeist seiner Spieler und verwies auf die hohe Intensität der Partie. Die Enttäuschung über das knappe Scheitern schwang jedoch mit.
Auf Magdeburger Seite zeigte sich Chefcoach Bennet Wiegert erleichtert über den glücklichen Sieg seines Teams und betonte, Eisenach habe entscheidenden Anteil an einem hochklassigen Handballfest gehabt. Auch die Tatsache, dass die Elbestädter mit dem knappen Sieg den Kontakt zur Tabellenspitze halten konnten, sorgte für Zufriedenheit beim amtierenden Meister.
Trotz eines Rückstands von vier Toren in der zweiten Halbzeit schafften es die Eisenacher, sich zurückzukämpfen und mehrfach auszugleichen. Bis in die Schlusssekunden blieb das Spiel völlig offen, ehe der finale Siebenmeter von Magnusson für die Gastgeber den Ausschlag gab und ein möglicher Angriff der Gäste nach einem als Stürmerfoul gewerteten Einsatz von Simone Mengon unterbunden wurde.
Nach Spielende feierten die mitgereisten Fans das Team des ThSV Eisenach für einen leidenschaftlichen Auftritt, während der SC Magdeburg mit dem knappen Erfolg seine Titelchancen wahrt. Der Krimi vor ausverkaufter Kulisse wurde von vielen Beteiligten als Werbung für den Handballsport bewertet.
In der offiziellen Statistik wurden zwei Zeitstrafen für den SC Magdeburg und vier für den ThSV Eisenach notiert, zudem musste Philipp Meyer nach einer Roten Karte vorzeitig vom Feld. Die Partie wurde von den Schiedsrichtern Baumgart und Dinges geleitet und von 6.600 Zuschauern verfolgt.
Quelle: Pressemitteilung vom 23.5.2025
Veröffentlicht am 23.05.2025 07:49 von Christian Wolf, Redakteur
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