06.11.2024 👎1

Spendenaufruf für ALS-erkrankte Irina Lingelbach aus Tiefenort: Mobilität und Lebensfreude zurückgewinnen

Die Familie Lingelbach aus Tiefenort hat einen emotionalen Spendenaufruf gestartet, um ihre Mutter Irina, die an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt ist, zu unterstützen. Die Familie hofft, durch die finanzielle Hilfe ein behindertengerechtes Auto kaufen zu können, um Irina wieder mehr Mobilität und Lebensfreude zu ermöglichen.

Sarah Lingelbach hat die Kampagne organisiert. Sie berichtete, dass ihre Mutter Irina seit Ende 2021 mit der Diagnose ALS lebt. ALS sei eine unheilbare und tödliche Krankheit, die zu fortschreitender Muskelschwäche und Lähmung im ganzen Körper führe. Diese Situation stelle für Irina und ihre Familie eine enorme psychische, physische und finanzielle Belastung dar.

Irina sei früher eine sehr aktive und naturverbundene Frau gewesen, die sich für Familie, Freunde, Tiere in Not und den Umweltschutz engagierte. Durch die Krankheit sei ihr jedoch jegliche Selbstständigkeit genommen worden. Ihre Beine seien gelähmt, und sie sei auf einen speziellen Rollstuhl angewiesen. Zudem sei ihre Rumpfmuskulatur zu schwach, um sich aufrecht zu halten, und ihre Arme nicht stark genug, um alltägliche Tätigkeiten zu verrichten.

Sarah erklärte weiter, dass die Familie trotz der schwierigen Situation nicht den Mut verliere und bestrebt sei, die verbleibende Zeit so gut wie möglich zu nutzen. Durch den neuen Rollstuhl, den sie von der Krankenkasse erhalten haben, stehe die Familie jedoch vor der Herausforderung, dass dieser nicht mehr in ihr Auto passe. Ein behindertengerechtes Auto würde Irina nicht nur Mobilität schenken, sondern auch die Möglichkeit, wieder an sozialen Aktivitäten teilzunehmen und selbstbestimmt unterwegs zu sein.

Sarah erläuterte, dass ihr Vater bereits Kontakt zu verschiedenen Stiftungen, Krankenkassen und Sozialämtern aufgenommen habe. Obwohl sie finanzielle Unterstützung vom Sozialamt erhielten, reichten ihre Mittel aufgrund vorheriger Ausgaben für barrierefreien Wohnungsumbau und Hilfsmittel nicht aus. Die Familie benötigt noch etwa 15.000 Euro, um das benötigte Auto zu kaufen.

Die Familie bittet nun um Unterstützung aus der Öffentlichkeit. Jeder Beitrag, egal wie klein oder groß, sei willkommen. Sollte das Spendenziel überschritten werden, beabsichtige die Familie, die zusätzlichen Mittel an ihren Nachbarn Günther zu spenden, dessen Haus kürzlich abgebrannt sei.

Hier geht es zur Kampagne: https://www.gofundme.com/f/mobilitat-zuruckgewinnen-hilfe-fur-als-erkrankte-mama

Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine schwere, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, bei der die motorischen Nervenzellen (Motoneuronen) im Gehirn und Rückenmark nach und nach absterben. Diese Nervenzellen steuern die Bewegungen der Muskeln im Körper. Durch das Absterben der Motoneuronen verlieren die Muskeln ihre Verbindung zum Nervensystem und werden zunehmend schwächer, bis sie ihre Funktion vollständig einstellen. Dies führt zu Muskelschwund, Lähmungen und schließlich zum Ausfall lebenswichtiger Funktionen wie der Atmung. Die Ursachen der Krankheit sind nicht vollständig geklärt, jedoch gibt es genetische und möglicherweise auch umweltbedingte Faktoren. ALS ist derzeit nicht heilbar; die Behandlung zielt darauf ab, das Fortschreiten der Symptome zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen so weit wie möglich zu erhalten.

Quelle: gofundme.com vom 6.11.2024
Abbildung: Sarah Lingelbach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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