03.06.2026

Stadt und Deutsche Bahn bündeln Kräfte für mehr Sicherheit am Eisenacher Hauptbahnhof

Die Stadt Eisenach und die DB InfraGO AG wollen Sicherheit und Sauberkeit rund um den Hauptbahnhof stärken. Beide Seiten haben eine Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft geschlossen, die den Bahnhof, seine Nebenanlagen und das direkte Umfeld umfasst. Ziel ist es, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten frühzeitig zu erkennen, das Sicherheitsgefühl von Reisenden und Anwohnern zu verbessern und das Bahnhofsviertel insgesamt aufzuwerten.

Ausgangspunkt der Vereinbarung ist die Entwicklung im Bahnhofsbereich in den vergangenen Jahren. 2024 hatte die Stadt bereits eine Alkoholverbotszone vor dem Einkaufszentrum „Tor zur Stadt“ in der Bahnhofstraße sowie auf dem Gelände des Busbahnhofs eingerichtet, nachdem dort vermehrt Diebstähle, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen registriert worden waren. Oberbürgermeister Christoph Ihling spricht nun von einem „folgerichtigen Schritt“, um das Viertel sauberer und sicherer zu machen.

Kern der Partnerschaft ist eine engere Abstimmung der beteiligten Akteure. Der von der Deutschen Bahn beauftragte Sicherheitsdienst und die Bundespolizei sollen künftig mit den Streifen des städtischen Ordnungsdienstes und der Polizeiinspektion Eisenach verzahnt arbeiten – und umgekehrt. Geplant sind abgestimmte Einsatzpläne, damit die Präsenz von Sicherheits- und Ordnungskräften zu den gleichen Schwerpunktzeiten und an bekannten Problemstellen erfolgt.

Nach der Vereinbarung sollen Verstöße gegen das Hausrecht, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten möglichst schon im Ansatz unterbunden werden. Dazu setzen Stadt und Bahn nicht nur auf mehr Präsenz, sondern auch auf präventive Angebote. Vorgesehen sind gemeinsame Aktionen wie Plakatkampagnen oder Informationsstände im Bahnhofsbereich, um auf Regeln hinzuweisen und Ansprechpersonen sichtbar zu machen.

Oberbürgermeister Ihling betont, dass der erste Eindruck bei der Ankunft in Eisenach eine wichtige Rolle spielt. Bahnhof und Bahnhofsviertel gelten als Visitenkarte der Stadt, die sowohl für Reisende als auch für Gäste aus der Region den Einstieg in ihren Aufenthalt prägen. Die neue Kooperation soll dazu beitragen, dass dieser Bereich geordneter wirkt und Konflikte schneller aufgegriffen werden.

Auch von Seiten der Deutschen Bahn wird die Partnerschaft als Chance gesehen. Christine Kromke, Leiterin des Bahnhofsmanagements Erfurt, verbindet damit die Erwartung, Bürgernähe und Service am Bahnhof zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit der Stadt soll Abläufe vereinfachen, wenn es etwa um Hinweise aus der Bevölkerung, Beschwerden oder die Koordination von Einsätzen geht.

Die Sicherheits- und Ordnungspartnerschaft ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und verlängert sich automatisch, wenn keine Seite widerspricht. Damit knüpft die Stadt an bereits laufende Maßnahmen zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit an, etwa den Einsatz externer Sicherheitsdienste im Stadtgebiet und den Fokus auf bekannte Brennpunkte wie die Bahnhofstraße und den Busbahnhof.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.06.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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