Stellantis reagiert auf Absatzkrise: Eisenacher Opel-Werk stellt Produktion für zwei Tage ein
Die anhaltende Absatzkrise in der europäischen Automobilbranche zwingt den Konzern Stellantis zu vorübergehenden Produktionsstopps in mehreren Werken. Dabei ist sowohl der Standort Eisenach, an dem der Opel Grandland gefertigt wird, als auch eine Reihe weiterer Werke in Europa betroffen.
Nach Unternehmensangaben will Stellantis mit den vorübergehenden Schließungen auf die rückläufige Nachfrage reagieren und gleichzeitig die hohen Lagerbestände reduzieren. Der Konzern hatte im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang von 13 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro sowie einen Absatzrückgang von sieben Prozent verzeichnet. Besonders bei Elektrofahrzeugen meldete Stellantis laut französischen Medien eine nachlassende Nachfrage.
Wie ein Opel-Sprecher mitteilte, wird das Werk in Eisenach am 24. und 25. September die Produktion ruhen lassen. Die beiden Ausfalltage sollen über das Arbeitszeitkonto der Beschäftigten ausgeglichen werden. Auch Werke in Frankreich, Spanien, Italien und Polen sind von den vorübergehenden Produktionsunterbrechungen betroffen, die zwischen sieben Tagen und drei Wochen dauern können.
Die Ursachen für die Einschnitte liegen laut Konzernangaben vor allem in der schwächelnden Marktsituation in Europa. Im Fokus stehen insbesondere stockende Verkäufe von Elektroautos, die zunehmend zu vollen Lagern und Anpassungen beim Produktionstempo führen. Stellantis ist die Muttergesellschaft zahlreicher Marken, darunter Peugeot, Fiat, Chrysler und Opel.
Die Maßnahmen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Automobilindustrie derzeit konfrontiert ist, und treffen neben Eisenach auch zahlreiche Standorte in anderen europäischen Ländern. Eine Stabilisierung der Marktsituation ist nach Einschätzung von Branchenbeobachtern bislang nicht in Sicht.
Quelle: autohaus.de
Veröffentlicht am 24.09.2025 18:34 von Christian Wolf, Redakteur
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