03.12.2025

Stephan Seitz rückt in erweiterten DHB-Kader für Handball-EM 2026 auf

Rückraumspieler Stephan Seitz vom ThSV Eisenach steht erstmals im erweiterten 35er-Kader der deutschen Handballnationalmannschaft für die Europameisterschaft 2026. Laut Informationen des Deutschen Handballbundes (DHB) wurde die Liste am 3. Dezember 2025 veröffentlicht. Die Nominierung des 24-Jährigen gilt als Bestätigung seiner positiven Entwicklung in der laufenden Saison der DAIKIN-Handballbundesliga.

Seitz, der im vergangenen Sommer vom SC DHfK Leipzig nach Eisenach gewechselt war, erzielte bislang 38 Tore und verhalf seinem Team trotz schwieriger Prognosen zum 13. Tabellenplatz mit aktuell 11 Pluspunkten. Die Leistung des Linkshänders im rechten Rückraum blieb auch Bundestrainer Alfred Gislason nicht verborgen. Neben zahlreichen etablierten Nationalspielern wie Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Andreas Wolff (THW Kiel) und Juri Knorr (Aalborg Handbold) wurden einige überraschende Namen in den Kader berufen. Auf der Liste finden sich unter anderem der zunächst zurückgetretene Kai Häfner (TVB Stuttgart) sowie Moritz Sauter (Handball Sport Verein Hamburg) und Torhüter Malte Semisch (GWD Minden).

Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton erklärte zum Auswahlverfahren, dass der erweiterte Kader als „Versicherung“ fungieren solle. Man habe daher Wert auf Spieler gelegt, die notfalls kurzfristig einspringen könnten. Für die EM-Endrunde dürfen maximal 18 Spieler nominiert werden. Am Tag vor Turnierbeginn, beim offiziellen „Technical Meeting“ am 14. Januar 2026 in Herning, entscheidet sich, welche Akteure tatsächlich im ersten Spiel auflaufen werden. Während des Turniers sind in jeder Runde festgelegte Wechsel möglich.

Die deutsche Nationalmannschaft trifft in der Vorrunde in Herning (Dänemark) auf Österreich, Spanien und Serbien. Die Europameisterschaft findet vom 15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen statt.

DHB-Sportvorstand Ingo Meckes betonte die Bedeutung der anstehenden Aufgaben: „Die kommende EURO stellt uns die härtesten Aufgaben. Um die erfolgreich zu lösen, brauchen wir eine hohe Qualität – und die haben wir im 35er-Kader. Die Gesamtstruktur bildet die Basis sowohl für die Europameisterschaft als auch für die Heim-Weltmeisterschaft 2027.“

Quelle: Pressemitteilung vom 03.12.2025
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