26.09.2025

Stürmische Zeiten im Hainich: Nationalpark warnt vor Waldbesuch bei Gefahr durch Wind

Die Verwaltung des Nationalparks Hainich rät Besucherinnen und Besuchern, bei starkem Wind oder Sturm auf den Aufenthalt im Wald zu verzichten. Hintergrund sind die im Herbst vermehrt auftretenden Wetterlagen, die in Waldgebieten zu erhöhter Gefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume führen können.

Laut Nationalparkleiter Rüdiger Biehl zählen Stürme im Hainich zum natürlichen Ablauf der Waldentwicklung. Im Unterschied zu bewirtschafteten Forsten entstehen im Schutzgebiet durch Sturmschäden neue Lebensräume, etwa durch umgestürzte Bäume oder Totholz. Diese Strukturen bieten wichtigen Lebensraum für zahlreiche Arten und fördern die natürliche Verjüngung des alten Buchenwaldes.

Die Nationalparkverwaltung betont jedoch, dass mit solchen Ereignissen waldtypische Risiken verbunden sind. Nicht nur während, sondern auch nach Stürmen ist mit Gefahren durch instabile Bäume oder lose Äste zu rechnen. Aus diesem Grund wird geraten, markierte Wege nicht zu verlassen, bestehende Absperrungen einzuhalten und Verständnis dafür zu zeigen, dass die Beräumung der insgesamt 160 Kilometer Wanderwege nach Unwettern einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Die Verantwortlichen laden dazu ein, die Prozesse im Wald bewusst wahrzunehmen, verweisen jedoch auf die Notwendigkeit, sich verantwortungsvoll gegenüber natürlichen Gefahren zu verhalten. „Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Nationalpark mit all seinen natürlichen Prozessen zu erleben – dazu gehört aber auch, die waldtypischen Gefahren zu akzeptieren und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen“, so Rüdiger Biehl.

Quelle: Pressemitteilung vom 26.09.2025
Foto: Nationalpark-Verwaltung
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