05.06.2026

ThSV Eisenach verliert in Flensburg – Fokus auf Saisonfinale gegen Hamburg

Der ThSV Eisenach hat sein letztes Auswärtsspiel der Saison bei der SG Flensburg-Handewitt mit 31:36 (18:21) verloren, dabei aber über weite Strecken stark mitgehalten. Vor 6.300 Zuschauern in der ausverkauften GP JOULE Arena boten die Wartburgstädter dem Champions-League-Anwärter lange Paroli. Am Sonntag, 07.06.2026, steht nun um 15.00 Uhr der Saisonausklang mit dem Heimspiel gegen den HSV Hamburg in der Werner-Aßmann-Halle an – inklusive Verabschiedungen, Fanaktionen und organisatorischen Hinweisen rund um Anreise und Parken.

Sportlich zeigte der Auftritt im hohen Norden, dass Eisenach auch gegen einen Topklub konkurrenzfähig ist. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, Eisenach ging mehrfach in Führung. Zur Pause lag der ThSV mit 18:21 zurück, auch weil Flensburg seine Chancen konsequenter nutzte.

Ein Knackpunkt war die 28. Minute: Kapitän Peter Walz, der zuvor zweimal ins verwaiste Flensburger Tor getroffen hatte, sah nach Videobeweis Rot wegen eines Gesichtstreffers gegen Lasse Möller. „Ja, ich habe ihn mit dem Unterarm im Gesicht erwischt, es war aber kein Schlag“, schilderte Walz die Szene. Der frühe Ausfall des Kreisspielers schwächte die Gäste zusätzlich.

Nach dem Seitenwechsel verlor Eisenach im Angriff an Effektivität. Die Wurfquote sank auf 62 Prozent, Flensburg kam auf 77 Prozent. Besonders auffällig: Tillman Leu traf alle seine fünf Würfe, Gian Attenhofer und Aleksandar Capric erzielten jeweils vier Treffer bei fünf Versuchen. Bester Eisenacher Werfer war Felix Aellen mit sechs Toren, darunter ein Siebenmeter, allerdings leistete er sich auch zwei Fehlwürfe vom Punkt.

Auf Flensburger Seite ragte Simon Pytlick mit 11 Toren heraus und stellte damit seinen persönlichen Bundesligarekord ein. Der frühere Eisenacher Marko Grgic traf neunmal. Im Tor entwickelte sich das Duell zugunsten der Gastgeber: SG-Keeper Kevin Möller steigerte sich nach der Pause deutlich und kam insgesamt auf 12 Paraden. Beim ThSV standen am Ende sieben gehaltene Bälle zu Buche – vier von Matija Spikic, drei von Silvio Heinevetter, der in der 43. Minute eingewechselt wurde.

„Uns hat ein bisschen der Killerinstinkt gefehlt. Durch die Tür, die uns Flensburg hin und wieder geöffnet hat, sind wir leider nicht hindurch“, sagte Peter Walz nach der Partie. Flensburgs Rückraumspieler Marko Grgic, in Eisenach geboren, lobte den Auftritt der Gäste: Eisenach habe in der ersten Halbzeit Tempo und Effizienz mitgegangen, nach der Pause habe sein Team das Offensivspiel der Thüringer besser kontrolliert.

Die Begegnung war zugleich von emotionalen Momenten geprägt. Nach dem Abpfiff verabschiedete die SG mehrere langjährige Leistungsträger, darunter Kapitän Johannes Golla und Torhüter Kevin Möller. Bereits in der Schlussphase erhoben sich die Zuschauer zu minutenlangen Standing Ovations, auch die Eisenacher Spieler applaudierten ihren Gegnern.

In der Schlussviertelstunde blieb Eisenach dran, verpasste aber die Chance, Flensburg noch einmal ernsthaft unter Druck zu setzen. Immer wieder scheiterten die Gäste an Möller. „Unsere Abwehr einschließlich der Torhüterleistung war nicht gut genug für Punkte. Und dennoch, wir waren mit unserer Leistung nicht weit weg von der des Spitzenteams“, bilanzierte Keeper Matija Spikic.

Die Statistik unterstreicht den engen Charakter der Partie: Für Flensburg trafen neben Pytlick (11) und Grgic (9) unter anderem Johannes Golla (5) und Emil Jakobsen (7/5 Siebenmeter). Beim ThSV verteilten sich die 31 Tore auf Aellen (6/1), Leu (5), Capric und Attenhofer (je 4), Seitz (3), Joelsson, Walz, Kurch, Büchner (je 2) sowie Antonijevic (1). Bei den Zeitstrafen lag Flensburg mit fünf Hinausstellungen leicht vorn, Eisenach kassierte vier Zweiminutenstrafen, dazu die Rote Karte gegen Walz.

Für die Eisenacher Fans rückt nun der Sonntag in den Fokus. Um 15.00 Uhr empfängt der ThSV den HSV Hamburg zum letzten Saisonspiel. „Wir wollen uns mit einem Heimsieg verabschieden und damit zugleich unseren Fans für die tolle Unterstützung während der gesamten Saison danken“, betont Kapitän Peter Walz. Trotz kurzer Regenerationszeit nach der langen Rückfahrt aus Flensburg kündigt er an, dass die Mannschaft „noch einmal alles reinhauen“ will – auch, um den scheidenden Spielern einen würdigen Abschied zu bereiten.

Das Rahmenprogramm ist klar strukturiert: Das ThSV-Team wird von jungen Sportlern der HSG Erbstromtal auf das Parkett begleitet. Kinder und Jugendliche von Grün-Weiß Stockhausen bilden Spalier. Die Gäste aus Hamburg laufen gemeinsam mit Nachwuchsleichtathleten des Eisenacher Leichtathletikvereins ein.

Für Dauerkarteninhaber ist der Heimspielsonntag ebenfalls wichtig: Von 13.00 bis 15.00 Uhr besteht am Fancontainer vor der Werner-Aßmann-Halle die Möglichkeit, Dauerkarten für die kommende Saison zu verlängern. Die Preise bleiben im Vergleich zur Vorsaison unverändert, bezahlt werden kann bar oder per Karte.

Zusätzlich lockt der Verein mit einem Rabatt auf Fanartikel. Alle Produkte am Fancontainer werden mit 20 Prozent Nachlass angeboten. Bereits bestellte ThSV-Trikots können dort ebenfalls abgeholt werden.

Nach dem Schlusspfiff bittet der Verein die Zuschauer, auf ihren Plätzen zu bleiben. Dann werden die Spieler verabschiedet, die den ThSV Eisenach nach dieser Saison verlassen. Für viele Fans dürfte dieser Moment ein emotionaler Abschluss der Spielzeit werden.

Wichtig für alle, die mit dem Auto anreisen: Der Festplatz Spicke in der Adam-Opel-Straße steht am Sonntag nicht als Parkplatz zur Verfügung. Der Verein ruft die Eisenacher dazu auf, möglichst zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Sportkomplex Katzenaue zu kommen.

Wer dennoch mit dem Auto anreist, sollte auf die ausgewiesenen Parkmöglichkeiten ausweichen. Genannt werden die Parkhäuser Am Markt und in der Uferstraße, der Parkplatz Katzenaue sowie der Parkplatz an der Dualen Hochschule in der Ebertstraße. Die Flächen direkt an der Werner-Aßmann-Halle sind den am Spiel beteiligten Personen vorbehalten, der sogenannte „Schotterparkplatz“ ist ausschließlich für Inhaber entsprechender Parkkarten vorgesehen.

Mit dem Heimspiel gegen den HSV Hamburg endet für den ThSV Eisenach eine intensive Saison in der Bundesliga. Nach der couragierten Vorstellung in Flensburg soll der 07. Juni in der Werner-Aßmann-Halle noch einmal ein lauter, grün-weißer Handballnachmittag werden – mit sportlichem Abschluss, Fanaktionen und einem klaren Blick nach vorn auf die kommende Spielzeit.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.06.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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