06.02.2025 ❤️1

Thüringen glänzt mit den wenigsten Staustunden Deutschlands

Eine kürzlich veröffentlichte ADAC Staubilanz zeigt, dass Thüringen im Jahr 2024 als das Bundesland mit den wenigsten Staustunden in Deutschland hervorgeht. Beachtenswerte Fertigstellungen von Bauprojekten trugen maßgeblich zu dieser Entlastung der Straßen bei. Die positive Entwicklung soll auch im Jahr 2025 anhalten.

Gemäß der aktuellen ADAC Staubilanz für das Jahr 2024 profitierten Thüringens Autofahrerinnen und Autofahrer von weitgehend staufreien Straßen. Der ADAC Hessen-Thüringen hatte verkündet, dass die Staustunden in Thüringen um etwa 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Dies verhilft dem Freistaat dazu, sich an die Spitze des Rankings der stauärmsten Bundesländer zu setzen.

Laut einer Auswertung beträgt die Gesamtlänge der Staus im Jahr 2024 noch 6.008 Kilometer, wohingegen sie 2023 bei 10.698 Kilometern lag. Insgesamt verbrachten Verkehrsteilnehmer 2.212 Stunden im Stau, verglichen mit 3.285 Stunden in 2023. Zu den Hauptgründen für diesen Rückgang gehören die abgeschlossenen Baumaßnahmen auf den Autobahnen A9, A38 und A71, die noch im Vorjahr für erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen sorgten. Im bundesweiten Vergleich folgte Mecklenburg-Vorpommern knapp mit 2.549 Staustunden.

Hinsichtlich der stauanfälligsten Strecken in Thüringen im Jahr 2024 wurde der Abschnitt der A4 zwischen den Anschlussstellen Erfurt-West und Erfurt-Ost mit 85 Staustunden als Spitzenreiter genannt. Die Abschnitte A4 AS Ronneburg bis AS Schmölln und A38 AS Heringen bis AS Berga folgten mit 64 bzw. 48 Staustunden. Der stauintensivste Tag des Jahres fiel auf den 18. Januar 2024. An diesem Tag verursachte starker Schneefall verkehrsbedingte Staus von bis zu 1.009 Kilometer Länge. Der längste einzelne Stau trat jedoch bereits einen Tag zuvor auf, als sich der Verkehr auf der A4 in Richtung Bad Hersfeld aufgrund eines plötzlichen Wintereinbruchs auf 24 Kilometer staute.

Für das Jahr 2025 prognostiziert der ADAC Hessen-Thüringen eine anhaltend positive Verkehrsentwicklung. Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, erklärte, dass auf den zentralen Autobahnabschnitten keine größeren Bauarbeiten oder Verkehrsbehinderungen geplant sind. Thüringen werde voraussichtlich weiterhin im Vergleich zu westlichen Flächenländern als das ‚Land der Seligen‘ im Hinblick auf das Staugeschehen betrachtet werden.

Gleichwohl betonte Herda, dass die Modernisierung der alternden Brücken und Straßenabschnitte entscheidend sei, um langfristige Verkehrsstörungen durch Notbaustellen zu vermeiden. Es sei notwendig, kontinuierlich und nachhaltig finanzielle Ressourcen für die Fernstraßeninfrastruktur bereitzustellen, um Brückensperrungen und Verkehrsengpässe gezielt abzuwenden.

Quelle: Pressemitteilung vom 6.2.2025
Veröffentlicht am von , Redakteur

Kommentare