05.09.2025 👍2

Thüringen wird Zentrum des Tag des offenen Denkmals 2025

Am 14. September 2025 steht Thüringen im Mittelpunkt einer bundesweit beachteten Kulturveranstaltung: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz eröffnet gemeinsam mit der Stadt Gera den Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ werden zahlreiche historische Bauwerke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Mit mehr als 30.000 Bau- und Kunstdenkmalen zählt Thüringen zu den Regionen mit der höchsten Dichte an denkmalgeschützten Gebäuden in Deutschland. Die landesweite Aktion ermöglicht Einblicke in mittelalterliche Stadtkerne, Residenzen, Sakralbauten und Industriearchitektur, die normalerweise Besuchern verschlossen bleiben. Laut Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH, prägen diese Denkmäler nicht nur die kulturelle Identität, sondern auch den Tourismus des Bundeslands.

Die Auftaktveranstaltung in Gera bietet den Besuchern die Möglichkeit, mehr als 40 Bauwerke vom Schloss Osterstein über Kirchen verschiedener Epochen bis hin zu Wohnhäusern bedeutender Architekten wie Henry van de Velde und Thilo Schoder zu besichtigen. Das Rahmenprogramm umfasst ein großes Open-Air-Fest mit Musik, Aktivitäten für Familien sowie einen „Markt der Möglichkeiten“ am Kultur- und Kongresszentrum. Auch Bereiche wie Bauhausarchitektur und ostmoderne Bauwerke werden für das Publikum geöffnet.

Die Veranstaltung beschränkt sich nicht allein auf Gera. Im gesamten Thüringer Vogtland, etwa in Greiz, auf der Osterburg Weida oder an der Burgruine Reichenfels, rücken zahlreiche Denkmäler und ein Familienprogramm das regionale Geschichtsbewusstsein in den Mittelpunkt. Ein besonderes Bauwerk ist die Göltzschtalbrücke, die als größte Ziegelbrücke der Welt gilt. Nur wenige Kilometer von Gera entfernt, illustriert sie die enge Verbindung von Kulturgeschichte und Landschaft.

Landesweit laden am Tag des offenen Denkmals rund 500 historische Gebäude zur Besichtigung ein. In Weimar etwa öffnen das Residenzschloss, die Sendehalle und das Deutsche Nationaltheater. Führungen werden unter anderem im Gutspark am Wielandgut Oßmannstedt, im Neuen Jagdschloss Hummelshain, in Schloss Schwarzburg sowie in der historischen Traditionsbrennerei in Nordhausen angeboten. Kuriose Besonderheiten wie das „Halbe Schloss“ in Langenleuba-Niederhain oder der Historische Karzer des Collegium Jenense in Jena bereichern das Veranstaltungsangebot.

Der Tag des offenen Denkmals wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert und gilt als größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 öffnet sie jährlich am zweiten Sonntag im September Tausende von Denkmalen, die Besuchern Einblicke in Baugeschichte, Denkmalpflege und lokale Geschichte bieten. Weitere Informationen und das vollständige Programm sind unter www.tag-des-offenen-denkmals.de sowie über eine App verfügbar.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.09.2025
Foto: Thüringer Tourismus GmbH
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