Tradition und Pulverdampf: Gemeinde Wutha-Farnroda gibt Termin für Kanonenschießen am Hörselberg bekannt
Am Samstag, den 11. Oktober 2025, wird erneut das traditionelle Kanonenschießen auf dem Kleinen Hörselberg bei Wutha-Farnroda veranstaltet. Von 13 bis 17 Uhr führen Artilleristen verschiedener Vereine zu jeder vollen Stunde Salutschüsse mit authentischen Kanonen durch.
Das Kanonenschießen am Kleinen Hörselberg blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es erinnert an militärische Ereignisse in der Region, insbesondere an die Befreiung von 3000 preußischen Gefangenen bei Eichrodt durch Leutnant Hellwig 1806 und an das Gefecht bei den Hörselbergen im Jahr 1813, als Truppen der Schlesischen Armee nach der Völkerschlacht bei Leipzig die Rückzugsbewegungen französischer Einheiten verzögerten. Die Veranstaltung gilt historisch Interessierten als Treffpunkt und ermöglicht den Besuchern, eine authentische Demonstration militärischer Historie aus nächster Nähe zu erleben.
Während der Veranstaltung werden die Kanonen ausschließlich mit Schwarzpulver geladen; Kugeln werden dabei nicht verschossen. Die Salven sind weithin zu hören, begleitet von dichtem Pulverdampf und markanten Feuerbällen an den Mündungen. Die Zuschauer erleben nicht nur die Lautstärke der Artillerie des 18. und 19. Jahrhunderts, sondern erhalten auch einen außergewöhnlichen Ausblick auf Umgebung, Wartburg und das Burschenschaftsdenkmal.
Laut Veranstaltern steht die Sicherheit bei der Durchführung der Salutschüsse an erster Stelle. Die Mannschaften sind Mitglied in Schützenvereinen und müssen eine spezielle Berechtigung für den Umgang mit Schwarzpulver nachweisen.
Das Kanonenschießen am Kleinen Hörselberg hat sich über Jahre etabliert und zieht regelmäßig zahlreiche Besucher aus der Region an. Für viele der Teilnehmenden bietet es zudem die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und Kontakte zu anderen Böllerschützenvereinen zu pflegen.
Quelle: Pressemitteilung vom 09.10.2025
Bild: Metilsteiner, CC BY-SA 3.0
Veröffentlicht am 10.10.2025 09:20 von Marcus Schütz, Fachredakteur
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