13.01.2026

Waldzustandsbericht 2025: Thüringer Wälder weiter in kritischem Zustand

Der aktuelle Waldzustandsbericht 2025 zeigt, dass es den Wäldern in Thüringen weiterhin schlecht geht. Nach Angaben des NABU Thüringen sind 78 Prozent der Waldflächen im Freistaat nicht gesund. Trotz dieses hohen Anteils werden die Wälder intensiv forstwirtschaftlich genutzt, was laut NABU zu einer nachhaltigen Schädigung der Waldböden führt. Auch in Waldschutzgebieten nimmt die Holzentnahme teilweise bedrohliche Ausmaße an.

Der NABU Thüringen kritisiert die Einschätzung des Umweltministeriums, wonach sich die Lage der Wälder entspanne. Stattdessen betont der Verband, dass die Herausforderungen für den Schutz der Wälder und ihrer Ressourcen groß bleiben. Besonders der Einsatz großer Erntemaschinen wird als problematisch angesehen, da diese die Böden langfristig verdichten und schädigen.

Silvester Tamás vom NABU Thüringen fordert, dass der Aufbau klimastabiler Wälder mit verschiedenen heimischen Baumarten vorangetrieben werden müsse. Dazu sei eine Kombination aus striktem Schutz in den Schutzgebieten und einer nachhaltigen, naturnahen Nutzung auf den übrigen Flächen notwendig. Nur so könnten die Ökosystemleistungen der Wälder für die Zukunft gesichert und ein gesunder Lebensraum für Menschen und Tiere erhalten werden.

Auch in der Region Eisenach und Wartburgkreis ist das Thema Waldschutz präsent. Naturschutzverbände wie der NABU weisen darauf hin, dass die Belastung der Waldböden durch schwere Forstfahrzeuge und ein dichtes Wegenetz das Risiko für Waldschäden und Brände weiter erhöht. Maßnahmen wie die Schaffung von Vernässungszonen und der Umbau zu artenreichen Laubmischwäldern werden als wichtige Schritte für den Erhalt der Wälder angesehen. Weitere Hintergründe zum Waldschutz in Thüringen zeigen, dass nachhaltige Schutzmaßnahmen dringend notwendig sind, um die Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.01.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

Kommentare