16.10.2025

Wartburgarena als Modellprojekt beim Arena Summit in Frankfurt präsentiert

Die geplante Wartburgarena „O1“ aus Eisenach wurde am 8. Oktober 2025 vor rund 900 Fachbesuchern auf dem Arena Summit 2025 in Frankfurt am Main vorgestellt. Im Rahmen der Branchenveranstaltung präsentierten Claus Zuschlag und Martin Gensel von der städtischen Stabsstelle O1 Konzept und Ziele der neuen Multifunktionshalle, die im denkmalgeschützten Ensemble der ehemaligen Automobilwerke entstehen soll.

Laut Veranstaltenden gehört der Arena Summit zu den bedeutendsten Branchentreffen für Arena- und Stadionbau. Neben direkten Gesprächen mit Fachleuten aus anderen Projekten erhielten die Eisenacher Verantwortlichen zahlreiche Rückmeldungen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Die Präsentation der Wartburgarena wurde von Teilnehmenden als bemerkenswert eingeschätzt. Darüber hinaus nutzten Zuschlag und Gensel die Gelegenheit, um an Fachvorträgen zu aktuellen Themen wie Zutrittsmanagement, Catering, Hospitality und innovativen Ticketing-Konzepten teilzunehmen.

Auch unabhängig von der Branchenveranstaltung haben die Planungen der Wartburgarena zuletzt Fortschritte gemacht. Am 16. September 2025 einigten sich Vertreter der Stadt Eisenach, des Bundesverwaltungsamtes, des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie des Thüringer Landesverwaltungsamts in einer Videokonferenz auf die weitere gewerbliche Nutzung der künftigen Sportstätte. Dieser Kompromiss gilt als wichtige Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln, unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Städtebauförderung.

Kritisch diskutiert wurde dabei die geplante Nutzung für den Schulsport im Wartburgkreis. Ursprünglich lag die gewerbliche Vorsteuerquote nach Berechnung des Bundes bei 56 Prozent und hätte damit die Förderbedingungen erschwert. Durch eine Reduktion der Hallenflächen für den Schulsport und zusätzliche Großveranstaltungen kann die Quote laut Angaben der Stadt unter 50 Prozent gesenkt werden und erfüllt damit die Vorgaben für eine überwiegend gemeinnützige Nutzung. Oberbürgermeister Christoph Ihling hob hervor, dass mit dieser Einigung ein zentraler Schritt für das Projekt gelungen sei.

In der Oktobersitzung des Stadtrats von Eisenach wurden daraufhin die nächsten Schritte zur Projektrealisierung beschlossen. Der Stadtrat stimmte notwendigen Vergabeverfahren unter Vorbehalt eines förderunschädlichen Vorhabenbeginns zu. Laut Stadtverwaltung wurden noch im September die verbleibenden Fördermittelanträge fristgerecht gestellt, zwei Zusagen für Zuwendungen liegen bereits vor. Bereits am 6. Oktober 2025 startete die Ausschreibung für Rückbau und Bestandssicherung, die Arbeiten sollen im Januar 2026 auf dem O1-Gelände beginnen. Die notwendige Genehmigung des förderunschädlichen Vorhabensstarts durch den Bund wird noch im laufenden Jahr erwartet.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.10.2025
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
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