06.05.2026

Wartburgarena O1: Neue Treppenhäuser sichern Westfassade und erschließen Halle

Auf der Baustelle der künftigen Wartburgarena im Industriedenkmal O1 in Eisenach hat eine neue Bauphase begonnen: Die beiden Treppenhäuser an der Süd-West- und Nord-West-Ecke werden errichtet. Die Fundamente sind bereits betoniert und statisch abgenommen. Für die Arbeiten mussten zuvor Dach und Zwischendecken der historischen Produktionshalle aus den 1930er-Jahren in den betroffenen Bereichen zurückgebaut werden.

Die neuen Treppenhäuser dienen künftig als zentrale Erschließung für die Sport- und Veranstaltungshalle. Besucherinnen und Besucher gelangen darüber in die einzelnen Etagen, im südwestlichen Treppenhaus ist zusätzlich ein Fahrstuhlschacht vorgesehen. Gleichzeitig übernehmen die Baukörper eine wichtige statische Funktion: Sie stabilisieren die Westfassade, die zum Heinrich-Ehrhardt-Platz ausgerichtet ist und als prägnantes Element des O1 erhalten und restauriert wird.

Zur weiteren Sicherung werden über die gesamte Länge der Westfassade Stahlstreben eingebaut. Diese temporären Elemente sollen die Fassade während der Abbruch- und Neubauarbeiten aussteifen und werden wieder entfernt, sobald der Hallenneubau steht und dauerhaft mit der historischen Fassade verbunden ist.

Der größere Rückbau des Altbestands steht noch bevor. Geplant ist, die Westfassade einschließlich eines dahinterliegenden Stahlträger-Segments vom übrigen Gebäude zu trennen. Der überwiegende Teil der alten Halle wird anschließend vollständig abgebrochen, um Platz für den Neubau der Wartburgarena mit rund 4000 Zuschauerplätzen zu schaffen. Die Abbrucharbeiten sind derzeit ausgeschrieben und sollen im Spätsommer beginnen.

Parallel laufen vorbereitende Maßnahmen an den Gebäudeteilen, die erhalten bleiben. Dort wird das Mauerwerk vom Keller her abgedichtet, um aufsteigende Feuchtigkeit zu verhindern. Dafür wurden horizontale Schnitte in das Mauerwerk eingebracht, Dichtmaterial eingeschoben und mit Quellmörtel verpresst. Diese Arbeiten sollen die Bausubstanz langfristig schützen und die Grundlage für den späteren Innenausbau schaffen.

Wie bereits bei früheren Bauabschnitten deutlich wurde, konzentriert sich der aktuelle Baufortschritt vor allem auf die Sicherung und Einbindung der denkmalgeschützten Westfassade in den künftigen Hallenkomplex. Die neuen Treppenhäuser und die temporären Stahlstreben sind dabei zentrale Bausteine, bevor im nächsten Schritt der großflächige Abbruch und anschließend der eigentliche Hallenneubau starten können.

Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie die fertige Sport- und Veranstaltungshalle aussehen soll, bekommt dazu beim Europafest am 9. Mai die Gelegenheit. Auf dem Eisenacher Markt bietet der Fachdienst Stadtplanung von 10 bis 14 Uhr einen virtuellen Rundgang an. Über drei VR-Brillen lassen sich verschiedene Perspektiven einnehmen: vom Vorplatz an der Westseite über den Blick aus dem Tor der Heimmannschaft ins Halleninnere bis hin zu den Umkleidebereichen und den Rängen.

So können Interessierte bereits vor dem eigentlichen Hochbau nachvollziehen, wie die künftige Wartburgarena aufgebaut sein wird und welche Wirkung der Erhalt der historischen Westfassade im Zusammenspiel mit dem Neubau entfalten soll.

Quelle: Pressemitteilung vom 06.05.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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