Zeitumstellung erhöht Wildunfall-Risiko: ADAC gibt wichtige Hinweise
Die bevorstehende Zeitumstellung auf die Sommerzeit erhöht laut ADAC Hessen-Thüringen das Risiko von Wildunfällen im morgendlichen Berufsverkehr. Die angepassten Tageslichtbedingungen führen dazu, dass Wildtiere häufiger in der Dämmerungszeit auf Straßen wechseln. Der ADAC mahnt zur Vorsicht und gibt nützliche Verhaltenshinweise für Autofahrer.
Am 30. März werden die Uhren von Winter- auf Sommerzeit eine Stunde vorgestellt, was bei einigen Menschen zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führt. Der Verkehrsexperte Wolfgang Herda vom ADAC Hessen-Thüringen betont, dass Verkehrsteilnehmer in dieser Zeit besonders wachsam sein sollten. Die Anpassung an die Zeitumstellung kann durch vermehrte Bewegung an der frischen Luft erleichtert werden, so Herda.
Die verlängerte Dämmerungsperiode beim morgendlichen Berufsverkehr führt dazu, dass vor allem Rehe auf Futtersuche vermehrt Straßen überqueren. Laut Statistiken der deutschen Autoversicherer wurden im Jahr 2023 rund 282.000 Wildunfälle verzeichnet. Besonders hoch ist die Gefahr im Frühjahr und Herbst. Der ADAC rät Autofahrern auf solchen Strecken zu erhöhter Vorsicht und Bremsbereitschaft, insbesondere auf Landstraßen durch Wälder und dichtes Gebüsch.
Bei Sichtung von Wildtieren sollten Fahrer bremsen, hupen und das Licht abblenden, um die Tiere zu verscheuchen. Herda warnt vor gefährlichen Ausweichmanövern, die Unfälle verursachen können. Sollte ein Zusammenstoß unvermeidbar sein, empfiehlt er das Lenkrad gerade zu halten und stark zu bremsen. Nach einem Unfall müssen Polizei und Jäger informiert sowie eine Wildunfallbescheinigung für die Schadensregulierung mit der Versicherung eingeholt werden.
Der ADAC verweist zudem darauf, dass verletzte oder tote Wildtiere nicht mitgenommen werden dürfen, da dies als Wilderei gilt.
Quelle: Pressemitteilung vom 25.03.2025
Foto: ADAC e.V.
Veröffentlicht am 25.03.2025 13:01 von Christian Wolf, Redakteur
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