AWE Eisenach: Ausstellung, Preise, Öffnungszeiten & Anreise im Überblick

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Inhalt

Während Wartburg und Bachhaus Zeugen der langen Stadthistorie sind, findet sich mit dem „Automobilwerk Eisenach“ (kurz AWE) ein zentraler Bestandteil der jüngeren Geschichte der Wartburg-Region und Deutschlands.

Die unter Oldtimer-Fans bekannte Fahrzeug-Marke Dixi hat hier ihren Ursprung, ebenso wie der Export-Schlager der DDR mit dem Markennamen, der wenig Spekulation zu dessen Herkunft zulässt: der „Wartburg“.

Das Museum „Automobile Welt Eisenach“ erzählt die Geschichte der Automobilindustrie in und um Eisenach von den Anfängen bis heute.

Deshalb lohnt sich ein Besuch im AWE

  • Historische Bedeutung: Eisenach ist ein Hotspot für die Automobilgeschichte. Die Stadt ist nicht nur der Geburtsort des legendären Wartburgs und die einstige Heimat von Dixi und BMW, sondern auch heute noch ein Standort von OPEL. Das Gelände des AWE war dabei von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Region.
  • Einzigartige Sammlung: Die Automobile Welt Eisenach beherbergt eine faszinierende Sammlung von Oldtimern, darunter seltene Fahrzeuge und historische Exponate aus verschiedenen Abschnitten der Automobilgeschichte. Bei Dixi, EMW, IFA und Wartburg schlagen die Herzen von Kennern höher, während Namen wie BMW und OPEL aufhorchen lassen.
  • Historie hautnah: Besucher können in die Geschichte der Automobilproduktion eintauchen. Von Einzelstücken die nie in Serie gingen, Ausstellungsstücken aus der Kaiserzeit bis hin zu Verkaufsschlagern der letzten 50Jahre, liefert das Museum historische Einblicke in die Entwicklungsprozesse von Fahrzeugen aller Art in Deutschland.
  • Ingenieurskunst: Dixi-Werkstatt und Schnittmodelle der Motoren und Fahrzeuge über alle Epochen des Fahrzeugbaus zeugen vom Ideenreichtum der Entwickler, ob nun aus Pragmatismus oder zum Luxus der jeweiligen Zeit.

Zungenbrecher-Exponat: Die Doppelkurbel-Kniehebel-Tiefziehpresse

Nicht nur für die Zunge eine Herausforderung: Der 10,50m hohe, 6,50m breite und 3,70m lange tonnenschwere Koloss musste mit viel Aufwand zu seinem heutigen Standort transportiert werden.
© KlausNahr, CC BY-SA 2.0

Eine imposante Doppelkurbel-Kniehebel-Tiefziehpresse des Herstellers Schuler (aus Göppingen) wird vor dem AWE Museum ausgestellt. Mit ihrer Höhe von rund 10,50 Metern, einem Gewicht von 75 Tonnen und ihrer 70-jährigen Geschichte im Eisenacher Automobilwerk verkörpert sie eine bedeutende Ära der Automobilproduktion.

Diese Tiefziehpresse war maßgeblich an der Herstellung von Karosserieteilen für Modelle von Dixi, BMW und Wartburg in der Zeit von 1928 bis 1991 beteiligt. Seit ihrer endgültigen Ausmusterung im Jahr 1998 dient sie als technisches Denkmal und ist ein zentrales Exponat außerhalb des Museums, da ihre Größe eine interne Platzierung unmöglich machte.

Durch ihre Konservierung wird die Tiefziehpresse für zukünftige Generationen als visuelles und technologisches Zeugnis der Automobilgeschichte bewahrt ... und wird auf Dauer den Zungenbrecher aufrechterhalten.

Preise, Führungen & Gruppenangebote

Das AWE verlangt für die Ausstellung moderate Eintrittspreise, je nach Alter, Ermäßigung oder Gruppengröße. Hier eine Übersicht:

PersonenEintrittspreis
Erwachsene 9,00 €
Ermäßigte (Schüler, Studenten, Azubis, Schwerbehinderte) 4,50 €
Kinder bis 6 Jahre frei
Begleitpersonen 3,50 €
Familien (2 Erwachsene & 3 Kinder/Enkelkinder bis 16Jahre) 20,00 €
Gruppen ab 10 Personen 7,00 € pro Person
Schülergruppen 3,50 € pro Person

Das AWE Museum bietet selbstverständlich auch Führungen an. Diese dauern jeweils etwa 60 Minuten.

Gruppen können nach einer Voranmeldung an Führungen zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Standardmäßig wird natürlich „Geschichte und Geschichte des Eisenacher Automobilbaus“ als Thema angeboten, andere Schwerpunkte sind aber mit vorheriger Absprache möglich.

Der Preis für Erwachsenengruppen beträgt hier 60,00 €, während Schülergruppen mit 40,00 € pro Gruppe berechnet werden.

Gruppen können ganz einfach telefonisch über die Rufnummer +49369177212 oder per Mail an museum@awe-stiftung.de angemeldet werden.

Nicht Teil der Ausstellung: Das alte Werksgelände „O1“ war der größte Bau von BMW in Eisenach. In dem Industriedenkmal soll eine Sport- und Multifunktionshalle entstehen.
© Christian Wolf

Öffnungszeiten in Sommer- & Winterhalbjahr

Während der Monate April bis Oktober empfängt das AWE Museum seine Besucher von Dienstag bis Sonntag zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr. Der letzte Einlass ist in dieser Zeit um 17.30 Uhr.

Von November bis März ist das Museum ebenfalls von Dienstag bis Sonntag geöffnet, jedoch nur von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr und der letzte Einlass erfolgt dann um 16.30 Uhr.

Anreise mit Auto, Bus & Bahn

Mit dem Auto erfolgt die Anfahrt von weiter her über die A4 und in die Stadt hinein von Westen zunächst über die B19 und die B84 bis zur Rennbahn. Von Osten kommend befährt man zuerst die B84 und dann die B19 um in die Oststadt Eisenachs und von dort aus zur Rennbahn zu gelangen.

Parkmöglichkeiten bieten sich überall in der näheren Umgebung, sind allerdings nicht kostenfrei. Das City-Parkhaus „Zum alten Straßenbahndepot“ an der Uferstraße bietet sich an und ein Stellplatz für Wohnmobile befindet sich auf dem Gelände des AWE.

Mit dem Zug oder Bus finden sich Gäste entweder am Eisenacher Bahnhof oder am Busbahnhof ein, die ohnehin direkt nebeneinander liegen.

Von den Parkplätzen in der Stadt oder den Bahnhöfen ist das AWE dann bequem innerhalb von etwa 15 Minuten zu Fuß erreichbar.

 Bild oben: Klaus Nahr, CC BY-SA 2.0

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Bewertungen für diese Sehenswürdigkeit

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Sehr gelungene Ausstellung.
vor einem Monat  · von
Am Pfingstwochenende habe ich zum ersten Mal das Automobilmuseum besucht. Anlass war der Besuch von ein paar autobegeisterten Familienmitgliedern. Ich dachte, „ich geh' halt mit“ – und dann war ich beinahe der Letzte von uns, der die Ausstellung wieder verlassen hat ...
Auch den Anderen hat es sehr gefallen. Die Ausstellung ist gut aufgebaut und überaus interessant. Ich denke, ich werde eine der nächsten Sonderausstellungen nutzen, um nochmal reinzugehen.
Mein Fazit: absolut sehenswert und immer einen Besuch wert.
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