Eschentriebsterben: 28 Bäume im Landschaftspark Dürrerhof werden gefällt
Im Landschaftspark Dürrerhof bei Hötzelsroda müssen in den kommenden Wochen 28 Eschen gefällt werden. Die Stadt reagiert damit auf einen massiven Befall mit Eschentriebsterben, der zahlreiche Bäume im Park geschädigt hat. Betroffen sind auch die beiden markanten Trauer-Eschen am Gedenkstein der Sophie von Eichel. Für Besucherinnen und Besucher gilt: Wege nicht verlassen, Absperrungen beachten und Aufenthalte direkt unter Bäumen möglichst meiden.
Auslöser der Fällungen ist das Eschentriebsterben, eine Baumkrankheit, die durch den Pilz „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ verursacht wird. Der Pilz führt dazu, dass Blätter welken, Äste absterben und im schlimmsten Fall der gesamte Baum eingeht. Im Landschaftspark Dürrerhof sind viele Eschen so stark befallen, dass sie bereits abgestorben sind und ihre Standsicherheit verloren haben. Um unkontrollierte Umstürze zu verhindern, ordnet die Stadt nun die Fällung von 28 Bäumen an.
Besonders schmerzhaft ist der Verlust der zwei Trauer-Eschen am Gedenkstein der Sophie von Eichel. Auch diese Bäume sind vom Pilzbefall betroffen und gelten nicht mehr als verkehrssicher. Nach Abstimmung mit der oberen Denkmalschutzbehörde sollen an geeigneten Stellen im Park neue Bäume nachgepflanzt werden. Welche Arten zum Einsatz kommen, ist noch nicht bekannt; Ziel ist es, den historischen Charakter der Anlage zu erhalten und zugleich widerstandsfähigere Bäume zu setzen.
Die Stadt weist darauf hin, dass die aktuelle Witterung die Gefahrenlage zusätzlich verschärft. Durch anhaltende Hitze und Trockenheit können nicht nur kranke, sondern auch gesunde Bäume Äste oder ganze Kronenteile verlieren. Das gilt insbesondere für große, alte Bäume in Parks, Gärten und an Wegen.
Wer den Landschaftspark Dürrerhof oder andere Grünanlagen besucht, sollte deshalb konsequent auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und Aufenthalte direkt unter ausladenden Baumkronen möglichst kurz halten. Abgesperrte Bereiche dürfen keinesfalls betreten werden, da hier ein erhöhtes Risiko durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume besteht.
Auch in anderen Teilen des Stadtgebiets laufen seit dem vergangenen Jahr verstärkt Baumpflege- und Sicherungsmaßnahmen. Unter anderem wurden an Schulen, Spielplätzen, Friedhöfen und entlang wichtiger Verkehrswege Totholz entfernt, Kronen eingekürzt und in Einzelfällen ebenfalls Bäume gefällt, wenn keine andere Maßnahme mehr möglich war. Ziel all dieser Eingriffe ist es, die Sicherheit für Spaziergängerinnen, spielende Kinder und den Verkehr zu gewährleisten.
Für Familien und Spaziergängerinnen und Spaziergänger aus Eisenach und den Ortsteilen bleibt der Landschaftspark Dürrerhof trotz der anstehenden Fällungen ein wichtiges Naherholungsgebiet. Wer dort unterwegs ist, sollte die temporären Einschränkungen einplanen und Kinder auf mögliche Gefahren durch herabfallende Äste hinweisen. So lassen sich Ausflüge ins Grüne weiterhin genießen – mit einem zusätzlichen Blick nach oben.
Quelle: Pressemitteilung vom 05.08.2026
Foto: Stadtverwaltung
Veröffentlicht am 05.08.2026 19:14 von Christian Wolf, Redakteur
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