Gedenktreffen am ehemaligen Grenzort: Philippsthal und Vacha erinnern gemeinsam an Mauerfall
Mit einer feierlichen Gedenkveranstaltung haben die Gemeinden Philippsthal und Vacha am 9. November 2025 an die Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 36 Jahren erinnert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Zeitzeugen sowie Repräsentanten aus Politik, Schulen und Vereinen fanden sich zu diesem Anlass auf dem Schlosshof in Philippsthal ein. Die Veranstaltung stand im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung an den Mauerfall, der für viele Menschen in der Region einen Wendepunkt im Leben bedeutete.
In ihren Ansprachen zeigten sich die Bürgermeister beider Gemeinden bewegt und blickten auf die historischen Ereignisse im November 1989 zurück. Der Bürgermeister von Philippsthal, Timo Heusner, hob hervor, dass an der Werra für viele Menschen das abstrakte Konzept „Freiheit“ zur greifbaren Erfahrung wurde, als nach Jahrzehnten der Trennung Familien und Freunde wiedervereint wurden. Sein Amtskollege aus Vacha, Martin Müller, verband die Erinnerung mit einem Appell, die Verantwortung für die eigene Zukunft ernst zu nehmen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch angesichts aktueller Herausforderungen zu bewahren.
Unter den Gästen der Gedenkfeier befanden sich neben den örtlichen Verantwortlichen auch der hessische Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck, der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte sowie weitere Vertreter aus Kreis- und Landespolitik. Auch die kirchlichen Vertreter beider Gemeinden wandten sich an die Versammelten und erinnerten an die Bedeutung von Frieden und Freiheit gerade in der heutigen Zeit.
Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung gestalteten Musikerinnen und Musiker des Gymnasiums Vacha sowie die Bergmannskapelle Hattorf. Sie trugen unter anderem die Nationalhymne und das traditionelle Steigerlied vor.
Viele der Anwesenden nutzten die Gelegenheit, um persönliche Erinnerungen auszutauschen und über ihre Erfahrungen zur Zeit des Mauerfalls zu sprechen. Für die Menschen in Philippsthal und Vacha bleibt der 9. November ein Tag, der weit über seine historische Bedeutung hinaus Einfluss auf das persönliche Leben nimmt. Mit dem gemeinsamen Gedenken unterstrichen beide Gemeinden ihre enge Verbindung, die aus der geteilten Geschichte bis heute gewachsen ist.
Quelle: Pressemitteilung vom 13.11.2025
Bilder: ©Stadt Vacha, Instagram
Veröffentlicht am 14.11.2025 08:54 von Marcus Schütz, Fachredakteur





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