Handballtalent Marec Stupka startet beim ThSV Eisenach durch
Marec Stupka, ein Eigengewächs des ThSV Eisenach, gehört ab der kommenden Saison fest zum Bundesligakader des Handballclubs. Nach einer langwierigen Verletzung steht dem jungen Rechtsaußen nun ein bedeutender Schritt in seiner Entwicklung bevor. Zudem absolviert er ab September 2025 ein Freiwilliges Soziales Jahr im Verein.
Der 18-jährige Marec Stupka gilt als das jüngste Mitglied im aktuellen Bundesligateam des ThSV Eisenach. Bereits seit 2015 ist er Teil des Vereins und hat vor kurzem sein Abitur am Martin-Luther-Gymnasium in Eisenach abgeschlossen. Gemeinsam mit dem Torhüter Bastian Freitag, der vom Stralsunder HV zurückkehrte, wurde Stupka am Ende der vergangenen Saison in der Werner-Aßmann-Halle offiziell als Neuzugang vorgestellt.
Stupka plant, nach dem sozialen Jahr ein technisches Studium aufzunehmen. Besonders die Zeit seiner Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss in der vergangenen Spielzeit habe ihm gezeigt, wie wichtig Geduld und Training seien, ließ der Spieler wissen.
Laut eigenen Angaben habe ein Freund ihn vor rund zehn Jahren zum Probetraining beim ThSV Eisenach eingeladen. Ursprünglich habe Stupka Volleyball spielen wollen, sei damals jedoch noch zu jung gewesen. Im Laufe seiner Jugend habe er beim Verein mit der E-Jugend zahlreiche Titel gewonnen und so immer mehr Freude am Handballsport gefunden.
Geführt wurde er in der Nachwuchszeit zunächst von Karsten Wöhler und Sven Felsberg, später von Ralf Messer, Severina Fritz, Michael Stegner, Jan Gesell und John Martin. Den Schritt in Richtung Leistungssport habe er unter Trainer Matthias Bäurer vollzogen. Zuletzt begleiteten ihn Erik Töpfer, Thomas Weber und Danijel Grgic als Trainer.
Stupka spielt überwiegend auf Rechtsaußen, betont jedoch, dass er zu Beginn seiner Laufbahn auch auf den Rückraumpositionen, insbesondere auf Rückraum Mitte und Rechts, eingesetzt worden sei. Die Position auf Rechtsaußen sei mittlerweile seine Wunschposition. Er sehe darin besondere Verantwortung, sobald er den Ball erhalte, zudem habe ihm das Springen schon immer gelegen.
Mit seinen 18 Jahren gebe es nach eigener Einschätzung noch viel zu lernen. Stupka sieht seine Stärken im Spielverständnis und im Sprungvermögen, sieht aber bei den Wurfvarianten, dem Stellungsspiel und der Körperstatur noch Nachholbedarf. Er wolle sich gleichermaßen im Angriff und in der Abwehr weiterentwickeln.
Als sportliches Vorbild nennt der Nachwuchsspieler Willy Weyhrauch, der 2016 vom Bundesligisten Füchse Berlin nach Eisenach wechselte und bis zum Sommer 2024 Teil der ersten Männermannschaft war. Die Art und Weise, wie Weyhrauch die Rechtsaußenposition interpretiert habe, habe ihn beeindruckt und er habe versucht, viel von dessen Spielstil zu übernehmen.
Trotz Angebote anderer Vereine habe sich Stupka entschieden, beim ThSV Eisenach zu bleiben. Er begründet dies mit dem Vertrauen der Vereinsverantwortlichen und der Unterstützung innerhalb des Clubs, ergänzt durch das Angebot des Freiwilligen Sozialen Jahres. Auch die Rückkehr nach einer Verletzung habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.
Als jüngstes Teammitglied im Kader sei er eigenen Aussagen zufolge gut aufgenommen worden. Er erfahre viel Unterstützung und bekomme zahlreiche Tipps und Feedback von den erfahrenen Spielern im Bundesligateam. Da er auf seiner Stammposition hinter Moritz Ende und Gian Attenhofer zunächst die dritte Option sei, werde Stupka vorrangig in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Diese ist gerade in die Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes (vierte Liga) aufgestiegen, was eine sportliche Herausforderung darstelle. Stupka sieht sein Ziel darin, über viele Einsätze Erfahrungen zu sammeln und zum angestrebten Klassenerhalt beizutragen. Im Training erhofft er sich weitere Impulse von den erfahrenen Kollegen.
Abseits des Spielfelds gab der Nachwuchsathlet an, gerne Nudeln mit Pesto zu essen. Bei der Musik beschränke er sich nicht auf eine Richtung, sondern entscheide nach Stimmung.
Quelle: ThSV vom 24.7.2025
Veröffentlicht am 24.07.2025 22:50 von Christian Wolf, Redakteur
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