Heuballen-Großbrand in Eisenach-Ost: Oberbürgermeister dankt 130 Einsatzkräften
Nach dem Großbrand von Heuballen am Rothenhof in der Eisenacher Oststadt hat Oberbürgermeister Christoph Ihling den beteiligten Einsatzkräften seinen Dank ausgesprochen. Am Wochenende des 26. und 27. September waren dort rund 130 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst, Deutschem Roten Kreuz und Polizei im Einsatz. Der Brand sorgte für eine weithin sichtbare Rauchwolke, die im gesamten Stadtgebiet wahrnehmbar war und zu einer Warnmeldung der Rettungsleitstelle Westthüringen führte.
Die Feuerwehr Eisenach war am Sonnabend, 26. September, um 18.40 Uhr zunächst mit dem Stichwort „unklare Rauchentwicklung“ alarmiert worden. Vor Ort stellte sich heraus, dass auf einem Feld am Rothenhof deutlich mehr Ballen betroffen waren als zunächst angenommen. Nach Rücksprache mit dem Landwirt wurde von mindestens 1000 brennenden Heuballen ausgegangen. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Sonntag hinein, um 12.05 Uhr am 27. September meldete die Einsatzleitung „Feuer aus“.
Nach Einschätzung der Berufsfeuerwehr lief die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten reibungslos. Landwirte unterstützten die Löscharbeiten unter anderem mit Technik vor Ort. Für den Einsatz mussten zahlreiche Atemschutzgeräte und Betriebsstoffe vorgehalten und im Nachgang die Einsatzkleidungen aufwendig gereinigt werden. Für die Löschwasserversorgung wurden rund 3000 Meter Schlauchleitung verlegt.
Oberbürgermeister Christoph Ihling betonte, der Einsatz sei nur durch das Zusammenspiel vieler Kräfte möglich gewesen. Neben der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren Eisenach-Mitte, Neuenhof, Stregda und Stedtfeld waren auch Wehren aus Wutha, Farnroda, Creuzburg, Mihla, Ruhla, Thal, Vacha, Immelborn, Marksuhl, Krauthausen und Ütteroda vor Ort. Sie alle waren am Löschen des Großbrands beteiligt oder stellten die Einsatzbereitschaft in ihren Gemeinden sicher.
Unterstützung kam zudem von den THW-Ortsverbänden Eisenach und Erfurt, die die Einsatzstelle in der Nacht ausleuchteten und mit Räumgerät arbeiteten. Das DRK Eisenach war mit einem Rettungswagen und dem Betreuungszug eingebunden, ebenso die Polizei Eisenach. Die Freiwillige Feuerwehr Gumpelstadt übernahm die Versorgung der Kräfte mit Getränken und Verpflegung. Während des Großbrandes stellten die Freiwilligen Feuerwehren Stockhausen und Madelungen die Stadtbereitschaft sicher und rückten aus, wenn an anderen Stellen Hilfe benötigt wurde.
„Ein solcher Großeinsatz ist nur durch gute Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und das hohe Verantwortungsbewusstsein unserer Feuerwehren und aller Einsatzkräfte zu bewältigen. Dafür gebührt allen Beteiligten mein aufrichtiger Dank und meine große Anerkennung“, erklärte Ihling.
Die Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache des Feuers. Gesucht werden Zeugen, die am Abend des 26. September im Bereich der Gothaer Straße und des Rothenhofer Wegs etwas Verdächtiges beobachtet haben. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Eisenach unter der Telefonnummer 03691 261-124 entgegen. Der entstandene Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei zwischen 40.000 und 60.000 Euro.
In der Eisenacher Oststadt hatte es in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Brände gegeben, unter anderem an Böschungen, in Gartenanlagen und an leerstehenden Gebäuden. Die Feuerwehr hatte die Anwohner deshalb schon zuvor um erhöhte Aufmerksamkeit und eine schnelle Meldung verdächtiger Beobachtungen gebeten.
Wer in den kommenden Tagen im Bereich Gothaer Straße und Rothenhofer Weg unterwegs ist, wird dort noch Spuren des Einsatzes sehen. Für Anwohnerinnen und Anwohner bleibt vor allem wichtig, ungewöhnliche Rauchentwicklungen oder Feuerschein konsequent über den Notruf 112 zu melden und Hinweise zur Brandursache direkt an die Polizei weiterzugeben.
Quelle: Pressemitteilung vom 28.09.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 28.09.2026 12:54 von Christian Wolf, Redakteur

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