18.03.2026

Jugendring Wartburgkreis erhält erneut keine Förderung für 2026

Der Jugendring Wartburgkreis wird auch im Jahr 2026 keine finanzielle Unterstützung durch den Jugendhilfeausschuss erhalten. Das teilte der Verband nach der jüngsten Entscheidung mit, die bereits zum zweiten Mal in Folge eine Förderung der Jugendverbandsarbeit im Wartburgkreis ablehnt. Der Jugendring kritisiert, dass damit eine gesetzlich vorgesehene Unterstützung nach §12 SGB VIII ausbleibt.

Vertreter des Jugendrings äußern Unverständnis über das Verfahren: Nach eigenen Angaben konnten sie ihren Antrag im Ausschuss nicht persönlich erläutern und hatten kein Rederecht. Tobias Dietzel vom Vorstand bezeichnete das Vorgehen als „nicht faires Verfahren“. Auch Martin Hildebrandt, ebenfalls im Vorstand, bemängelte, zentrale Inhalte des Antrags seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Die Entscheidung für das Jahr 2026 fiel zudem, obwohl das Widerspruchsverfahren für 2025 noch nicht abgeschlossen ist.

Der Jugendring hebt hervor, dass Jugendverbandsarbeit keine Parallelstruktur, sondern eine selbstorganisierte Interessenvertretung junger Menschen sei. Die Organisation sieht in der fehlenden Förderung ein Signal, das langfristig die Beteiligung und das Engagement junger Menschen schwächen könnte. Trotz der ausbleibenden Mittel habe man weiterhin Projekte umgesetzt, Veranstaltungen begleitet und Vereine unterstützt. Anja Neumann vom Vorstand betont, das Engagement vieler Jugendlicher dürfe nicht übergangen werden.

Die Situation spiegelt aktuelle Herausforderungen wider, die auch in der Jugendbefragung 2025 im Wartburgkreis sichtbar wurden: Viele junge Menschen wünschen sich mehr Mitbestimmung und Unterstützung für ihre Anliegen. Die Debatte um die Förderung dürfte daher auch in den kommenden Monaten die Diskussion um Jugendbeteiligung und Engagement im Wartburgkreis prägen.

Quelle: Instagram @jugendring.wartburgkreis vom 18.03.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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