26.08.2025

Neuerungen im Handball: Saisonstart bringt zentrale Regeländerungen

Zum Auftakt der neuen Handballsaison kommt es am Samstag zu einem regionalen Duell zwischen dem ThSV Eisenach und dem SC DHfK Leipzig. Gleichzeitig treten mit dem Beginn der Spielzeit mehrere bedeutende Regelanpassungen in Kraft, die sowohl Amateure als auch Profis betreffen.

Wie der Welthandballverband IHF beschlossen hat, gelten ab sofort veränderte Bestimmungen in verschiedenen Bereichen des Spiels. Besonders auffällig ist die Änderung bei Kopftreffern: Trifft ein Spieler bei einem Siebenmeter den Torwart am Kopf, wird künftig keine rote Karte mehr ausgesprochen. Stattdessen erhält der Werfer eine Zeitstrafe, was die Regelung an andere Spielsituationen mit Kopftreffern angleicht. Auch bei einem direkten Freiwurf nach dem Schlusssignal, der einen Abwehrspieler am Kopf trifft, sieht das Regelwerk nun eine Zeitstrafe vor. Damit wolle man laut Mitteilung mehr Einheitlichkeit schaffen.

Eine weitere Neuerung betrifft die Schrittregel. Der sogenannte „Nullschritt“ wird nach den Angaben des Weltverbands angepasst: Setzt ein Spieler nach Erhalt oder Fang des Balls aus dem Sprung beide Füße auf, so zählt dies nicht als Schritt. In den offiziellen Regelwerken wird dabei präzise zwischen „Erwerben“ und „Fangen“ differenziert.

Auch Veränderungen im Amateurbereich wurden beschlossen. Mannschaften dürfen künftig mit 16 Spielern antreten; bisher lag die Grenze bei 14 Akteuren. Diese Angleichung galt bisher nur für den Profibereich. Die Zahl der Mannschaftsoffiziellen ist von vier auf fünf erhöht worden.

Weitere Anpassungen betreffen die Spielfläche und bestimmte Spielsituationen. Die Coachingzone, also der Bereich hinter den Bänken, wird jetzt präzise im Regelwerk definiert. Sie beginnt 3,5 Meter von der Mittellinie, endet 8 Meter vor der Torauslinie und schließt den Bereich hinter der Bank mit ein. Für den Torwart ist es nun möglich, den Ball im Spielfeld weiterzuspielen, auch wenn die Kontrolle über den Ball beim Verlassen des Torraums nicht vollständig gegeben war.

Verändert wurde ebenfalls die Regel zur Ausführung des Anwurfs: Der Schiedsrichter darf den Anwurf künftig nur dann freigeben, wenn sich sowohl der Ball als auch der Werfer komplett in der Anwurfzone befinden. Zudem müssen bei einem 7-Meter-Werfen nicht mehr alle fünf Würfe pro Team ausgeführt werden, falls das Entscheidungsergebnis vorzeitig feststeht.

Mit diesen Änderungen reagiert der Weltverband auf praktische Erfahrungen und will Klarheit und Einheitlichkeit im Spielgeschehen schaffen. Am Samstag dürften Spieler und Zuschauer zum ersten Mal mit den neuen Regeln in Berührung kommen, wenn Eisenach auf Leipzig trifft.

Quelle: Pressemitteilung vom 25.08.2025
Veröffentlicht am von , Redakteur

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