Neues Demokratie-Netzwerk „Vielfalt tut gut“ in Eisenach gestartet
In der Bildungsakademie des DBI Johannes Falk am Karlsplatz ist das Netzwerk „Vielfalt tut gut“ offiziell an den Start gegangen. Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Jugendinitiativen, Verwaltung und Wirtschaft kamen zur Auftaktveranstaltung der Partnerschaft für Demokratie Eisenach und Wutha-Farnroda zusammen. Ziel des neuen Netzwerks ist es, zivilgesellschaftliche Akteure, Behörden und Unternehmen enger zu vernetzen und gemeinsame Strategien für eine demokratische, vielfältige und solidarische Region zu entwickeln.
Das Netzwerk bildet künftig das zentrale Gremium der Partnerschaft für Demokratie Eisenach und Wutha-Farnroda. Es bündelt die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen, dem Jugendforum, dem Ämternetzwerk sowie Verwaltungen und Unternehmen aus der Region. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie demokratisches Engagement vor Ort gestärkt und besser geschützt werden kann.
Für die praktische Arbeit wurden zwei feste Arbeitsgruppen eingerichtet. Der Projektbeirat prüft Anträge gemeinnütziger Vereine, spricht Förderempfehlungen für einzelne Maßnahmen aus und begleitet deren Umsetzung. Die Koordinierungsgruppe „Zivilgesellschaft schützen und stärken“ entwickelt Schutzkonzepte und präventive Handlungsoptionen, um engagierte Menschen vor Einschüchterungen, Anfeindungen und Bedrohungen zu bewahren.
Zum Auftakt stellten die Koordinatorinnen der Partnerschaft für Demokratie, Ann-Kristin Stegmann und Gertrud-Luise Lakemann, aktuelle Projekte sowie den Entwurf eines Leitbildes für das Netzwerk vor. Die Anwesenden konnten diesen Entwurf im Verlauf des Abends kommentieren und überarbeiten. Verabschiedet werden soll das Leitbild bei der nächsten Sitzung des Netzwerks.
In einem Impulsvortrag mit dem Titel „KMU & Zivilgesellschaft: Gemeinsam für eine starke Demokratie“ rückte der Berliner Unternehmer Dr. Christoph Golbeck die Rolle kleiner und mittlerer Unternehmen in den Fokus. Er betonte, dass Betriebe wichtige Orte der Integration, Inklusion und demokratischen Kultur seien. Angesichts des Fachkräftemangels seien viele Unternehmen zunehmend auf zugewanderte und geflüchtete Menschen angewiesen, die als verlässliche Mitarbeitende einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können.
Im Anschluss an Vortrag und Leitbilddiskussion nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch über Erfahrungen, Bedarfe und künftige Projekte. Am Ende der Veranstaltung wurden 25 Vertreterinnen und Vertreter aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vereinen und der Verwaltung mit einer Urkunde offiziell in das Netzwerk berufen. Weitere Mitglieder aus Projektbeirat, Jugendforum und Ämternetzwerk, die beim Auftakt nicht dabei sein konnten, sollen ihre Berufungsurkunden bei den nächsten Treffen erhalten.
Das Netzwerk ist ausdrücklich für weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter offen. Vereine, Verbände, Kirchen und Unternehmen, die sich beteiligen oder mehr über die Arbeit erfahren möchten, können sich an die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Eisenach und Wutha-Farnroda „Vielfalt tut gut“ wenden. Die Stelle ist in der Lauchergasse 4–6 in Eisenach angesiedelt und unter der Telefonnummer 0176 6099 6255 erreichbar; weitere Informationen bietet die Website der Partnerschaft unter vielfalt-wartburgregion.de.
Finanziert wird die Partnerschaft für Demokratie Eisenach und Wutha-Farnroda „Vielfalt tut gut“ durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt“ des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.
Quelle: Pressemitteilung vom 17.07.2026
Veröffentlicht am 17.07.2026 09:49 von Christian Wolf, Redakteur
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