Polizei warnt vor falschen Microsoft-Anrufen im Wartburgkreis
Im Wartburgkreis ist es erneut zu einem Betrugsversuch am Telefon gekommen. Am 17.04.2026 erhielt eine 72-jährige Frau aus dem Bereich Hörselberg-Hainich einen Anruf eines angeblichen „Microsoft“-Mitarbeiters, nachdem sich ihr Computer plötzlich gesperrt hatte. Die Polizeiinspektion Eisenach warnt nach dem aktuellen Fall eindringlich davor, am Telefon persönliche Daten wie E-Mail-Adressen oder Bankverbindungen preiszugeben.
Der Betrug begann mit einer vermeintlichen Viruswarnung auf dem Bildschirm der Seniorin. Im eingeblendeten Hinweis wurde sie offenbar aufgefordert, eine Telefonnummer zu wählen. Am anderen Ende meldete sich ein deutschsprechender Mann mit ausländischem Akzent, der sich als Mitarbeiter von „Microsoft“ ausgab. Im Gespräch fragte er gezielt nach E-Mail-Adressen und Bankdaten der Frau.
Zusätzlich sollte die 72-Jährige verschiedene Codes in ihren Laptop eingeben, angeblich um das Gerät zu entsperren. Die Frau wurde misstrauisch, brach das Gespräch ab und gab keine Daten preis. Dadurch entstand ihr kein finanzieller Schaden. Nach Einschätzung der Polizei ist jedoch nicht auszuschließen, dass durch die Kombination aus Codes, E-Mail-Adressen und Bankdaten ein erheblicher Geldverlust hätte entstehen können.
Die Polizeiinspektion Eisenach weist darauf hin, dass seriöse Unternehmen keine sensiblen Bankdaten oder Zugangsdaten am Telefon abfragen. Wer eine plötzliche Warnmeldung auf dem Bildschirm erhält oder von angeblichen Support-Mitarbeitern angerufen wird, sollte das Gespräch sofort beenden, keine Programme installieren und keine Codes eingeben.
Besonders ältere Menschen geraten immer wieder in den Fokus solcher Betrüger. Angehörige werden gebeten, mit Eltern und Großeltern über diese Masche zu sprechen und klare Verabredungen zu treffen: Am Telefon werden keine Bankdaten, Passwörter oder TANs weitergegeben – auch dann nicht, wenn sich der Anrufer als Mitarbeiter eines bekannten Unternehmens ausgibt.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält oder bereits Daten weitergegeben hat, sollte umgehend die Polizei verständigen und im Zweifel auch die eigene Bank informieren. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Eisenach entgegen.
Quelle: Pressemitteilung vom 19.04.2026
Veröffentlicht am 19.04.2026 09:47 von Christian Wolf, Redakteur
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