Wem nützt das Fernstudium Wirtschaftsingenieurwesen und Digitalisierung (B.Eng.)?
Das Studium richtet sich an Berufstätige, die bereits praktische Erfahrungen in technischen oder kaufmännischen Branchen gesammelt haben und ihre Kompetenzen wissenschaftlich vertiefen möchten. Besonders geeignet ist der Studiengang für Mitarbeitende aus Industrieunternehmen, Ingenieurbüros, Dienstleistern für IT-Systeme, Unternehmensberatungen, Verbänden oder dem öffentlichen Dienst, die sich für neue Aufgaben als Fach- oder Führungskraft qualifizieren wollen, ohne ihre berufliche Tätigkeit zu unterbrechen.
Welche formalen Zulassungsvoraussetzungen gelten?
Du kannst das Studium aufnehmen, wenn du eine der folgenden Voraussetzungen erfüllst:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur), fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Abgeschlossene Meisterprüfung oder eine gleichwertige berufliche Fortbildung im erlernten Beruf
- Staatlich geprüfter Techniker oder staatlich geprüfte/r Betriebswirtin/Betriebswirt
Für beruflich Qualifizierte ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung gibt es alternative Wege:
- Studium auf Probe: Nachweis einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung in einem fachlich verwandten Bereich sowie mindestens dreijährige hauptberufliche Praxis im gleichen Bereich
- Eingangsprüfung: Bei abgeschlossener Berufsausbildung und einer mindestens dreijährigen hauptberuflichen Tätigkeit, auch ohne fachliche Verwandtschaft
Für das Pflichtpraxisprojekt ist ein Praktikumsvertrag oder eine studienbegleitende Berufstätigkeit (mindestens 15 Stunden pro Woche) notwendig.
Erforderlich sind weiterhin Deutschkenntnisse auf Hochschulniveau (Vorlesungssprache ist Deutsch).
Voraussetzungen aus der persönlichen Perspektive:
- Erfahrung in technischen, kaufmännischen oder IT-Berufen ist von Vorteil
- Bereitschaft, neben dem Beruf ein wissenschaftliches Studium im Blended Learning-Format zu absolvieren
- Selbstständige Organisation deiner Lernzeiten sowie Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
- Interesse an Schnittstellen zwischen Technik, Digitalisierung und wirtschaftlichen Prozessen
- Grundlegende Kompetenzen in Mathematik und naturwissenschaftlichem Verständnis erleichtern den Einstieg
- Motivation, digitale Tools und Methoden der Projektarbeit anzuwenden
- Teilnahme an mehreren (Online-)Präsenzphasen pro Semester
Wie verbindet dieser Studiengang Technik, Wirtschaft und Digitalisierung?
Im Fernstudium Wirtschaftsingenieurwesen und Digitalisierung (B.Eng.) erwirbst du umfassende Kenntnisse an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Informationstechnologie. Das Studium deckt praxisnahe Inhalte zu Industrie 4.0, digitaler Transformation und modernen Fertigungsverfahren ab. Folgende Wissensbausteine und Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt:
- Grundlagen in Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaft: Kostenmanagement, Controlling, Finanzierung, Investition, Marketing, Unternehmensführung.
- Technische Fächer: Ingenieurmathematik, Elektrotechnik, Elektronik, Produktion, Qualitätsmanagement, Messtechnik, digitale Fertigungstechniken, Automatisierungstechnik, additive Verfahren.
- Digitale Kompetenzen: Programmierung, Informationstechnik, IT-Sicherheit, Datenschutz, digitale Regelungstechnik, digitale Fabrik, Wertstromdesign, digitale Vernetzung, Produktdatenmanagement.
- Interdisziplinäre Module: Mensch-Maschine-Interaktion, Wirtschaftsenglisch, wissenschaftliches Arbeiten, Schlüsselqualifikationen, Projektmanagement, Geschäftsprozessmanagement.
- Rechtsgrundlagen: Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht.
- Praxisbezug: Integriertes Praxisprojekt (30 ECTS) im 7. und 8. Semester, das direkt mit einer beruflichen Tätigkeit oder einem Praktikum verknüpft ist.
Der Studiengang bereitet dich darauf vor, technische und betriebliche Prozesse zu analysieren, zu optimieren und im digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Du lernst, Digitalisierung im Unternehmenskontext strategisch einzusetzen und Schnittstellenarbeit zwischen Technik und Wirtschaft zu leisten.
Wie ist das Fernstudium aufgebaut und organisiert?
Das Studium ist berufsbegleitend angelegt und flexibel strukturiert, sodass die Vereinbarkeit mit Beruf und Privatleben im Vordergrund steht. Eckdaten zum Ablauf:
- Regelstudienzeit: 6 bis 8 Semester (180 ECTS-Punkte)
- Blended-Learning-Konzept: Kombination aus Online-Campus, digitalen Lehrmaterialien, Lehrbriefen und Präsenzeinheiten.
- Präsenzphasen: Pro Semester 4–5 (Online-)Präsenzphasen an der Hochschule Schmalkalden oder digital, jeweils 3–4 Tage mit Wochenendanteil.
- Selbststudium: Umfangreiche eigenständige Lernphasen mit digitalem Support und persönlicher Betreuung.
- Modulweise Prüfungsabnahme: Prüfungen finden jeweils innerhalb der Präsenzphasen statt und verteilen sich über das Studium.
- Praxisbezug: Im 7. und (ggf.) 8. Semester setzt du ein Praxisprojekt um, das mit deiner Berufstätigkeit angerechnet werden kann.
- Abschluss: Bachelor of Engineering (B.Eng.) nach erfolgreicher Bachelorarbeit und Kolloquium.
- Sprache: Das gesamte Studium findet auf Deutsch statt.
- Online-Campus: Vernetzung mit Kommilitonen und Lehrenden, Materialien, Betreuung und Austausch in kleinen Gruppen.
- Betreuung: Persönliche Studienkoordinatorin steht als feste Ansprechperson zur Verfügung.
- Flexibilität: Unterbrechung des Studiums durch Urlaubssemester möglich.
Das Studienkonzept richtet sich gezielt an Berufstätige, die ihr Fachwissen erweitern möchten, ohne ihre Erwerbstätigkeit zu unterbrechen.
Welche Berufsperspektiven eröffnen sich mit dem Abschluss?
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen und Digitalisierung (B.Eng.) qualifizieren sich für zahlreiche zukunftsorientierte Tätigkeitsfelder:
- Industrieunternehmen: Fach- und Führungspositionen im Bereich Digitalisierung, Produktion, Qualitätsmanagement, Automatisierung und Projektmanagement.
- Ingenieurbüros: Schnittstellenaufgaben zwischen Technik, IT und Kunden, Entwicklung digitaler Lösungen.
- IT-Dienstleister: Implementierung und Betreuung von Industrie-4.0-Projekten in der Wirtschaft.
- Unternehmensberatung: Beratung zur digitalen Transformation und Optimierung von Geschäftsprozessen.
- Verbände und öffentlicher Dienst: Einsatz als Spezialist für Digitalisierungsthemen oder technische Betriebswirtschaft.
Typische Rollen umfassen Projektleiter in Digitalisierungsprojekten, Spezialist für Industrie 4.0, Prozessmanager, technische Betriebswirtin oder Betriebswirt mit Fokus Digitalisierung, Qualitätsmanager sowie Positionen in Forschung und Entwicklung.
Wie ist der finanzielle Rahmen des Bachelor-Fernstudiums?
Das Studium ist kostenpflichtig und die Gebühren gestalten sich wie folgt:
- Studiengebühr: 2.180 Euro pro Semester.
- Semesterbeitrag: Zusätzlich zum Studienentgelt ist ein Semesterbeitrag zu entrichten (ab 67 Euro ohne Deutschlandticket).
- Inklusive Leistungen: Alle Studien- und Lehrmaterialien, Präsenzseminare, keine gesonderten Einschreibe- oder Prüfungsgebühren.
- Nicht enthalten: Persönliche Reise- und Übernachtungskosten während der Präsenzphasen.
- Zahlung: Die Gebühren werden zu Semesterbeginn fällig.
- Fördermöglichkeiten: Berufsbegleitende Weiterbildungen können über unterschiedliche Programme der Bundesländer gefördert werden. Viele Studierende machen von Förderangeboten wie dem Bildungskredit, steuerlicher Absetzbarkeit als Werbungskosten oder Arbeitgeberzuschüssen Gebrauch.
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