30.01.2025 👍1

Historische Funde bereichern das AWE-Museum in Eisenach

Im AWE-Museum Eisenach werden neue, historische Exponate die Sammlung bereichern. Eine weiße Trauerschleife vom letzten produzierten Wartburg sowie ein selbstgebautes Kinderauto aus den 1960er Jahren sind die Neuzugänge, die spannende Geschichten aus einer bewegten Automobilgeschichte erzählen. Diese Funde wurden zufällig entdeckt und dem Museum als wertvolle Dauerleihgaben übergeben.

Die letzten Tage des originalen Wartburgs am 10. April 1991 sind vielen im Gedächtnis geblieben. Damals organisierten Mitarbeiter des Automobilwerks Eisenach einen schwermütigen Abschied als Trauerakt, wobei die rote Lackierung des letzten Modells mit roten und weißen Trauerschleifen akzentuiert wurde. Enrico Martin, der Museumsleiter, hat nun die seltene weiße Trauerschleife in Empfang nehmen können. Sie war bei einem Garagenkauf unerwartet von Nico Schmidt und Jochen Richter entdeckt worden. Diese wertvolle Schleife wird fortan als Teil der Dauerausstellung im AWE-Museum zu sehen sein und in ihrer Einzigartigkeit das historische Narrativ bereichern.

Zudem erhielt das Museum ein reichhaltiges Erbstück aus der Alband-Familie. Ein bemerkenswertes Kinderauto mit dem emblematischen Wartburg-Logo wurde 1961 in liebevoller Handarbeit vom Großvater Glenn Albands geschaffen. Als gelernter KfZ-Mechaniker und ehemaliger Mitarbeiter im Automobilwerk Eisenach, baute er das Fahrzeug für seinen sechsjährigen Sohn Bernd. Der kleine Wagen, angetrieben von einem Fahrrad-Hilfsmotor der Marke MAW, war für viele Jahre ein bedeutender Familienbesitz. Nach einem kürzlich erfolgten Kontakt mit der Stiftung Automobile Welt Eisenach wird es nun restauriert, in fahrbereiten Zustand versetzt und zu besonderen Gelegenheiten vorgeführt. Für die kleinen Besucher ist es vorgesehen, demnächst als interaktives Element der ständigen Ausstellung zu dienen und ihnen ein Fahrerlebnis zu bieten.

Diese neuen Exponate unterstreichen die Bedeutung und den Einfluss des Automobilwerks Eisenach und erweitern die Sammlung des AWE-Museums um wertvolle geschichtliche Zeugnisse, die Einblicke in vergangene Zeiten und individuelle Betriebegeben.

Quelle: AWE-News vom 30.1.2025
Fotos: AWE-Museum, Enrico Martin und Jessica Lindner-Elsner
Veröffentlicht am von , Redakteur

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