Interkulturelle Woche 2026: Wartburgkreis zieht positive Bilanz
Mit rund 40 Aktionen an verschiedenen Orten im Wartburgkreis und in Eisenach ist die Interkulturelle Woche 2026 zu Ende gegangen. Mehr als 30 beteiligte Organisationen luden zwischen Bad Salzungen, Unterbreizbach, Bad Liebenstein und Eisenach zu Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten ein. Ziel war es, neue Nachbarn kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Landkreis sichtbar zu machen.
Unter dem bundesweiten Motto „dafür!“ koordinierte die Integrationskoordination des Wartburgkreises das Programm. Nach Angaben des Landkreises reichte die Bandbreite der Angebote von Familienfesten über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu Formaten, in denen Ehrenamtliche ihre Arbeit vorstellten. Integrationskoordinator Kevin Rodeck betonte, dass Demokratie, gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft zum Gespräch zentrale Grundlagen für ein gutes Miteinander seien.
Auftakt mit „Fest der Vielfalt“ in Bad Salzungen
Den Startschuss bildete das „Fest der Vielfalt“ in Bad Salzungen, das von zahlreichen lokalen Partnern getragen wurde. Auf dem Gelände des Jugend- und Freizeitzentrums im Stadtteil Allendorf kamen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen. Verschiedene Mitmachangebote, Informationsstände und kulinarische Beiträge sorgten dafür, dass Besucherinnen und Besucher unkompliziert miteinander ins Gespräch kamen.
Auch andere Kommunen im Landkreis setzten auf Begegnung im Alltag. In Unterbreizbach und Sünna kombinierten Veranstalter Theaterformate mit interkulturellen Buffets. In Bad Liebenstein standen Kabarett und ein internationales Picknick auf dem Programm. Die Angebote richteten sich an unterschiedliche Altersgruppen und sollten Hemmschwellen senken, miteinander über Lebenswege und Erfahrungen zu sprechen.
Familienangebote und Ehrenamt im Fokus in Eisenach
In Eisenach legten die Organisatoren einen Schwerpunkt auf familienfreundliche Aktionen. Besonders gefragt waren ein gemeinsames Drachenfest sowie kreative Mitmach-Märkte, bei denen Kinder und Erwachsene zusammen aktiv werden konnten. Ergänzend zeigten Veranstaltungen in Mehrgenerationen- und Familienzentren, welche Rolle freiwilliges Engagement bei der Integration spielt – etwa als Unterstützung beim Ankommen, bei Sprachkursen oder Freizeitangeboten.
Bereits im Vorfeld war deutlich geworden, dass die Interkulturelle Woche 2026 auf eine breite Basis im Landkreis setzt. Vereine, Initiativen, Kommunen und Einrichtungen hatten eigene Ideen eingebracht und so dazu beigetragen, dass an vielen Orten im Wartburgkreis Begegnungsräume entstanden.
Abschluss mit usbekischer Lyrik und Wanderausstellung
Den Schlusspunkt der Aktionswoche setzte eine Veranstaltung im Schlosshotel Am Hainich in Behringen. Dort standen usbekische Lyrik und Musik im Mittelpunkt, die den kulturellen Bogen der Woche noch einmal erweiterte. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde zudem die Ausstellung „Gesichter und Geschichten – vielfältige Zuwanderung im Wartburgkreis“ eröffnet.
Die von der Partnerschaft für Demokratie unterstützte Schau porträtiert Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Landkreis und erzählt ihre persönlichen Lebenswege. Fotos und begleitende Texte machen sichtbar, wie unterschiedlich Biografien und Motive für das Ankommen im Wartburgkreis sind. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung angelegt und war in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen Einrichtungen im Kreisgebiet zu sehen.
Mit dem Rückblick auf die Interkulturelle Woche 2026 unterstreicht der Wartburgkreis, dass das Thema Vielfalt nicht an eine Aktionswoche gebunden ist. Die Erfahrungen und Kontakte aus den Veranstaltungen sollen in bestehende Netzwerke einfließen und weitere Projekte im Bereich Integration und Teilhabe anstoßen.
Quelle: Pressemitteilung vom 12.10.2026
Foto: Landratsamt Wartburgkreis
Veröffentlicht am 12.10.2026 11:42 von Christian Wolf, Redakteur
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