07.07.2025 👎2

Klarheit und Innovation: Eisenach stellt Weichen für die Zukunft der Schulstandorte

Die Stadt Eisenach bereitet sich angesichts sinkender Schülerzahlen und wachsender Herausforderungen im Schulwesen auf eine umfassende Debatte rund um die Zukunft ihrer Schulstandorte vor. Stadtverwaltung und Stadtrat betonen den Wunsch nach Transparenz, zukunftsfähigen Lösungen und Investitionen in moderne Bildungseinrichtungen.

Wie Oberbürgermeister Christoph Ihling und der für Schulen zuständige Hauptamtliche Beigeordnete Ingo Wachtmeister am 7. Juli in einem Pressegespräch erläuterten, zeichnen sich deutliche Rückgänge bei den Schülerzahlen ab. Diese Entwicklung sei eine Folge bereits heute sinkender Geburtenzahlen, die erst die Kindergärten und bald die Schulen merklich betreffe. Daher, so hieß es, müsse im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des gesamten Schulnetzes nach der Sommerpause auch über Veränderungen bei den Gymnasien offen und ehrlich mit der Stadtgesellschaft diskutiert werden.

Besonders die gymnasiale Oberstufe erfordere in Eisenach besondere Aufmerksamkeit. Nach Angaben der Stadtverwaltung schreibt das Thüringer Schulgesetz ein breites Angebot an Kursen mit unterschiedlichen Fächerkombinationen vor. Doch angesichts niedriger werdender Schülerzahlen sei es auch mit Blick auf Mindestteilnehmerzahlen bei den Kursen herausfordernd, an jedem Gymnasium weiterhin das gesamte Angebot zu gewährleisten. Ingo Wachtmeister verwies darauf, dass die Schülerzahlen an den einzelnen städtischen Gymnasien jeweils nicht ausreichten, um alle Kurse eigenständig anzubieten. Daher sei die Entwicklung gemeinsamer Lösungen mit allen Partnern notwendig.

Zugleich erteilten Oberbürgermeister Ihling und Beigeordneter Wachtmeister einer grundlegenden Debatte über die Schulträgerschaft eine Absage. Man wolle sich darauf konzentrieren, als Schulträger moderne und attraktive Schulen bereitzustellen. So investiere die Stadt aktuell rund neun Millionen Euro in die Sanierung und den Anbau am Ernst-Abbe-Gymnasium – eine Schlüsselmaßnahme zur Weiterentwicklung der Schullandschaft und insbesondere der Gymnasien in Eisenach.

Die Pläne gehen aber noch weiter: Die Schullandschaft der Stadt Eisenach soll politischem Willen zufolge um eine evangelische Gemeinschaftsschule erweitert werden. Bereits im Juni 2024 hatte der Stadtrat eine entsprechende Absichtserklärung verabschiedet. Oberbürgermeister Ihling bekräftigte, dass die neue Gemeinschaftsschule das Ziel verfolge, ein praxisnahes, ergänzendes Schulangebot für den mittleren Abschluss neben den bestehenden Regelschulen zu etablieren. Die Evangelische Schulstiftung Mitteldeutschlands als künftiger Träger müsse hierfür die Finanzierbarkeit gewährleisten.

Mit diesen Initiativen will Eisenach eine zukunftsorientierte und innovationsbereite Schullandschaft erhalten, die sowohl auf demografische Entwicklungen als auch auf gesellschaftliche Anforderungen abgestimmt ist.

Quelle: Pressemitteilung vom 7.7.2025
Veröffentlicht am von , Redakteur

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