02.06.2025

Mehr Komfort fürs Rad: Ausbau der Nordost-Route in Eisenach startet mit Bundesförderung

Die Stadt Eisenach erhält eine bedeutende Förderung für den Ausbau der Nordost-Route ihres Radwegenetzes. Mit dem Projekt „EA-RADstern – Route Nordost“ soll der Alltagsradverkehr zwischen dem Hauptbahnhof und dem Stadtteil Hötzelsroda sowie angrenzenden Gewerbegebieten nachhaltig verbessert werden.

Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung hervorgeht, hat das Eisenacher Rathaus eine Förderzusage des Bundes für den Ausbau der ersten Radstern-Route erhalten. Ziel ist es, eine hochwertige und durchgehende Radwegeverbindung vom zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) bis nach Hötzelsroda zu schaffen. Die Umsetzung des Projekts erfolgt im Rahmen des Klimaschutzprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und wird mit 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben unterstützt.

Bislang galt die Anbindung an das Plateau um Hötzelsroda als problematisch. Schlechte Wegezustände, fehlende Direktverbindungen und steile sowie unbefestigte Abschnitte hätten die Nutzung des Fahrrads erheblich erschwert, heißt es aus dem Rathaus. Die neue Radroute soll nun sichere und alltagstaugliche Strecken bieten – insbesondere für Pendelnde, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Beschäftigte von Unternehmen wie der Robert Bosch Fahrzeugelektrik GmbH im Gewerbegebiet Großenlupnitz.

Der geplante Streckenverlauf startet am ZOB und führt über die Stolzestraße, Karolinenstraße, vorbei an der Kleingartenanlage „Ziegelfeld“ und entlang der „Alten Pflaumenallee“. Weiter geht es an der Landstraße 1021 mit einer Querungshilfe in der Nähe des Kreisels bei Hötzelsroda. Teil der Maßnahme ist zudem ein Trampelpfad am Parkplatz des Einkaufszentrums PEP sowie die Sanierung des Radwegs bis Stockhausen und ins benachbarte Gewerbegebiet. Dort weise der Asphalt laut Stadtverwaltung starke Schäden aufgrund von Wurzeleinbrüchen auf.

Ein Großteil der Strecke ist als Fahrradstraße geplant, bei der der Radverkehr Vorrang genießt und Tempo 30 gilt. Autofahrer dürfen die Strecke weiterhin nutzen, sofern sie Radfahrende nicht behindern oder gefährden. Nach Auskunft der Stadt Eisenach bestehen bereits Erfahrungen mit diesem Konzept, etwa auf Abschnitten zwischen Siebenborn und Stedtfeld sowie im Palmental.

Ein zentrales Infrastrukturprojekt bildet zudem der Neubau einer Brücke über den Mühlgraben zwischen Stolzestraße und Fischweide sowie grundhafte Sanierungsarbeiten in der Karolinenstraße. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund 3,4 Millionen Euro. Während der Bund einen Großteil der Kosten übernimmt, trägt die Stadt Eisenach den verbleibenden Eigenanteil. Für Abschnitte entlang von Kreisstraßen beteiligt sich auch der Wartburgkreis finanziell. Zudem fließt eine 60-prozentige Förderung durch das Land Thüringen in die Planungsarbeiten ein.

Der Baubeginn ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Nach Angaben der Stadt werden derzeit Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie Verwaltungsvereinbarungen vorbereitet und Flächensicherungen mit privaten Eigentümern abgestimmt. Die Fertigstellung der Nordost-Route ist bis Anfang 2029 geplant, da die Umsetzung abschnittsweise erfolgen soll.

Ergänzt wird das Vorhaben durch den Ausbau des heute leerstehenden Rondell-Gebäudes am ZOB, das künftig als modernes Fahrradparkhaus zur Verfügung stehen wird. Die Stadt erhofft sich von der neuen Infrastruktur eine deutliche Steigerung des Radanteils am Verkehr und einen Beitrag zur Verkehrswende sowie zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt.

Das Projekt wird unter dem Titel „NKI: Alltags-Radstern Eisenach – Route Nordost“ durchgeführt und läuft vom 1. März 2025 bis zum 28. Februar 2029. Projektträger ist die ZUG gGmbH, die das Vorhaben im Auftrag des Bundes koordiniert.

Quelle: Pressemitteilung vom 2.6.2025
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

Kommentare