Mobiles Beratungsteam startet in Eisenach: ThINKA-Projekt bringt Unterstützungsangebote direkt vor Ort
In Eisenach erweitert das ThINKA-Projekt seine sozialen Angebote um ein Beratungsmobil, das künftig auch außerhalb des Stadtteilzentrums in der Altstadtstraße unterwegs sein wird. Damit sollen Beratungen und Dienstleistungen künftig direkt in mehreren Stadtteilen angeboten werden. Ziel ist es, sozial benachteiligten Menschen und Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationsgeschichte den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern und Verwaltungswege zu verkürzen.
Das Beratungsmobil wird vom Verein „Zusammen-Leben-Gestalten“ verantwortet, der bereits ein Stadtteilzentrum in der Eisenacher Oststadt betreibt. Mit dem mobilen Angebot können künftig nicht nur Beratung und Informationen direkt vor Ort erfolgen, sondern auch bestimmte Dienstleistungen der Stadtverwaltung – wie etwa Bürgerangelegenheiten – in das Wohnumfeld der Menschen gebracht werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben dabei die Erreichbarkeit und ein direkter Kontakt zur Verwaltung besondere Priorität. Auch weitere Behörden sollen das Beratungsmobil nutzen können.
Das Projekt läuft im Rahmen der „Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation und Aktivierung“ (ThINKA), die vom Freistaat Thüringen gefördert wird. Neben der mobilen Beratung engagiert sich das Projekt mit vielfältigen Aktivitäten im Quartier: So fanden in den vergangenen Monaten unter anderem ein Stadtteilfest im Rahmen der Interkulturellen Woche, eine Müllsammelaktion mit Schulklassen sowie gemeinschaftliche Kochabende in einer neu aufgebauten Outdoor-Küche statt. In Zukunft sollen solche Veranstaltungen weiter ausgebaut und neue Partner integriert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen wie einer Gemeinschaftsschule, einem Kinderhaus und einem Pflegeheim. Insbesondere die Seniorenarbeit soll durch gemeinsame Aktionen, etwa Bastel- und Weihnachtsprojekte, gestärkt werden. Pro Monat werden nach Projektangaben rund 120 individuelle Beratungen angeboten – etwa zu Sozialleistungen, Pflegeplatzsuche oder Schuldnerberatung. Laut den Verantwortlichen zeigt die Erfahrung, dass niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote gerade für benachteiligte und migrierte Menschen entscheidend sind.
Auch in der kommenden Zeit wird die Entwicklung des Projekts von einer Steuerungsgruppe begleitet. Für das kommende Jahr sind neue Aktionen im Gemeinschaftsgarten und weitere niedrigschwellige Angebote geplant, um Integration, Teilhabe und soziale Unterstützung im Quartier weiter auszubauen.
Quelle: Pressemitteilung vom 02.12.2025
Veröffentlicht am 02.12.2025 11:58 von Marcus Schütz, Fachredakteur
Deutsch
English
or post as a guest