Ruhlaer Wintersportler punkten bei Marathon, Sprungläufen und DM-Start
Der WSC 07 der TSG Ruhla e.V. hat ein starkes Wettkampfwochenende hinter sich: Beim Moorgrund-Skiroller-Marathon, dem Tabarzer Abendsprunglauf, einem Nordcup-Springen in Oberwiesenthal und den Deutschen Meisterschaften in Hinterzarten sammelten Ruhlaer Athletinnen und Athleten zahlreiche Podestplätze – von den jüngsten Minifliegern bis zu den Kaderstarterinnen im Nationaltrikot.
Der Moorgrund-Skiroller-Marathon ging am Sonntag auf nassem Straßenbelag und bei kräftigem Gegenwind über die Bühne. Gesamtsieger über 40 Kilometer wurde Bernhard Langer (SC Monte Kaolina Hirschau) vor Gustav Rauh (FC Wüstenselbitz) und Viktor Renner (TSV Mönchröden), alle für den Bayerischen Skiverband am Start. Bester Läufer der TSG Ruhla auf der Marathonstrecke war Torsten Schreier als Fünfter der Gesamtwertung. Im Damenrennen über 30 Kilometer setzte sich Laura Stichling (Rhöner WSV) vor Lynn Schuster (SSV Sayda) und Katrin Enders (SWV Goldlauter) durch.
Bei den Senioren Ü70/Ü75 über 30 Kilometer gewann Klaus Baacke vom gastgebenden WSC 07 der TSG Ruhla e.V. vor Hans Raschke (SG Berliner Bär) und Manfred Jöckel (SC Lanzenhain/Team Zipps). Eine wichtige Rolle im Feld spielten zudem 21 Sportlerinnen und Sportler des Sportgymnasiums Oberhof in den Altersklassen U16, U18 und U20: Die Langlaufgruppe bestimmte das Tempo bis zur 20-Kilometer-Marke, die für diese Jugendklassen gewertet wurde. Platz drei über diese Distanz erkämpfte sich der Deutsche Jugendmeister über 20 Kilometer, Erik Schreier, für die TSG/WSC 07 Ruhla.
Als Rahmenprogramm wurde ein 5-Kilometer-Inliner-Rennen für Schülerinnen und Schüler angeboten. Die Beteiligung blieb überschaubar, doch die Ruhlaer Kinder nutzten ihren Heimvorteil und standen geschlossen auf dem Podest. Schnellstes Mädchen war Paula Haberer, bei den Jungen gewann Levi Dießler (beide TSG/WSC 07).
In den Ergebnislisten der Skiroller-Wettbewerbe tauchen weitere Ruhlaer Platzierungen auf: Siege holten Ute Darr (D61) und erneut Klaus Baacke (H71–76). Dritte Plätze gingen an Erik Schreier (U16–U20 männlich), Alexandra Haberer (D21–46) und Torsten Schreier (H51–H56). Jan Swiderski (H61–66) und Gerhard Nonn (H71–76) belegten jeweils Rang sechs, Heiko Kürschner (H61–66) wurde Achter.
Auch im Inliner-Rennen setzten sich Ruhlaer Kinder durch. In ihren Altersklassen gewannen Leah Dießler (U11/12 weiblich), Paula Haberer (U13/14 weiblich) und Levi Dießler (U13/14 männlich). Silber sicherte sich Mayla Schumann (U11/12 weiblich), Bronze ging an Ella Schumann (U11/12 weiblich). Die Organisatoren bedankten sich bei Kampfrichtern und Helfern des WSC 07, der Bergwachtbereitschaft Ruhla, der TEAG, der Agrargenossenschaft Moorgrund und dem Bauhof Gumpelstadt für Unterstützung und Absicherung entlang der Strecke.
Bereits am Samstag zuvor stand der Tabarzer Abendsprunglauf auf dem Programm. Vor einer großen Zuschauerkulisse traten zunächst die jüngsten Miniflieger auf der 3-Meter-Schanze an. Bester männlicher Miniflieger wurde Erik Wolfram. Auf der 11-Meter-Schanze starteten vom WSC 07 Ruhla Mikka Lesser (5 Jahre), Neo Schieck sowie die Springerinnen Ella Schumann, Selma Siller und Lilly Neumann. Die Medaillenausbeute fiel deutlich aus: Gold holten Mikka (S7/8 männlich), Selma (S9 weiblich), Neo (S9 männlich) und Lilly (Altersklasse 10 weiblich). Ella Schumann (S9 weiblich) gewann den Silberpokal.
Auf der 30-Meter-Schanze waren der neunjährige Michael Albert, Mayla Schumann und Noah Lehmann am Start. Michael sprang 28 und 26 Meter, stellte damit seinen persönlichen Weitenrekord auf und gewann klar in der Altersklasse 9/10. Auch Noah sicherte sich den Sieg in der S12/13. Mayla verpasste in der stark besetzten Altersklasse 11 weiblich als Vierte knapp das Podest. Mit sieben Goldmedaillen, einmal Silber und einem vierten Platz trat das junge WSC-Team die Rückreise vom Datenberg an.
Parallel dazu waren Ruhlaer Skispringerinnen und Skispringer beim Nordcup in Oberwiesenthal im Einsatz. In der Schülerklasse S13/14/15 weiblich gewann Julia Albert erneut den Wettbewerb. Sie sprang 67,5 und 65 Meter und setzte sich damit an die Spitze des Feldes. In der Doppelaltersklasse 14/15 männlich erkämpfte sich Nevio Dienst als jüngerer Jahrgang Rang sechs. Weitere Starter des WSC 07 waren Philipp Wagner und Jannik Keseling.
Bei den Deutschen Meisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination in Hinterzarten war der WSC 07 der TSG Ruhla e.V. mit Juliane Seyfarth, Cindy Haasch und Louis Günther vertreten. Für Cindy Haasch war es nach einer langen Verletzungspause mit zwei Kreuzbandrissen der erste große Vergleich mit der nationalen Spitze. Im Einzel der Nordischen Kombination verpasste sie das Podest nur knapp und belegte Platz vier. Im Teamwettbewerb startete sie gemeinsam mit Maria Gerboth (WSV Schmiedefeld) für Thüringen und gewann hinter Baden-Württemberg und Sachsen die Bronzemedaille.
Auch im Damenskispringen gab es Edelmetall für Thüringen: Juliane Seyfarth holte mit Luisa Görlich (WSV 08 Lauscha) Teambronze. Im Einzelwettbewerb sprang Seyfarth auf Rang neun. Skisprung-Junior Louis Günther landete im Einzel im Mittelfeld. Im Teamwettbewerb trat er im Thüringer Aufgebot unter anderem mit Felix Hoffmann an und belegte Platz sechs. Den Titel sicherte sich die Mannschaft aus Bayern mit Philipp Raimund, Constantin Schmid, Karl Geiger und Andreas Wellinger.
Damit unterstreicht der WSC 07 Ruhla an einem Wochenende einmal mehr die Breite seines Kaders: vom Schüler-Inliner über den Skiroller-Marathon im Moorgrund bis hin zu Deutschen Meisterschaften und Nordcup-Wettkämpfen sind Ruhlaer Namen in nahezu allen Ergebnislisten zu finden.
Quelle: Pressemitteilung vom 11.10.2026
Foto: TSG Ruhla
Veröffentlicht am 12.10.2026 08:10 von Christian Wolf, Redakteur
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