ThSV Eisenach II vor Schlüsselspiel im Abstiegskampf
Für die zweite Männermannschaft des ThSV Eisenach steht am Samstag, 18.04.2026, ein richtungsweisendes Heimspiel an. Um 19.30 Uhr empfängt das Team in der Werner-Aßmann-Halle den HC Rot-Weiß Staßfurt. Nur ein Sieg hält die Chance auf den Klassenerhalt in der Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes am Leben.
Vier Spieltage vor Saisonende rangiert der ThSV Eisenach II auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt vier Punkte. Spielertrainer Qendrim Alaj rechnet vor, dass sein Team drei der verbleibenden vier Partien gewinnen muss, um noch eine realistische Chance auf den Ligaverbleib zu haben.
Die Ausgangslage ist klar: Der NSV Concordia Delitzsch führt die Liga deutlich an und wird sein Aufstiegsrecht in die 3. Liga wahrnehmen. Am Tabellenende steht der SC DHfK Leipzig II als Absteiger aus der 3. Liga fest. Ob Leipzig in der kommenden Saison in der Regionalliga oder in der Oberliga Sachsen antritt, beeinflusst die Zahl der Absteiger aus der aktuellen Spielklasse. Aus den Oberligen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird voraussichtlich jeweils ein Team aufsteigen, die endgültige Zusammensetzung der Liga 2026/2027 wird erst Anfang Juni erwartet.
Für den ThSV Eisenach II stehen noch zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele an. Möglich ist, dass die Entscheidung im Abstiegskampf erst am letzten Spieltag fällt – dann auswärts beim direkten Konkurrenten SV Grün-Weiß Piesteritz. Zunächst richtet sich der Blick aber auf den HC Rot-Weiß Staßfurt, der mit 28:24 Punkten im gesicherten Mittelfeld liegt. Staßfurt holte zuletzt ein 26:26 gegen den Tabellendritten SV Anhalt Bernburg und siegte zuvor knapp gegen Einheit Plauen (36:35) sowie bei der HSG Freiberg (30:27). Bester Torschütze ist Rechtsaußen Malvin Haeske mit 159 Treffern.
Das Hinspiel in Staßfurt endete 30:30 und brachte dem ThSV Eisenach II einen unerwarteten Punktgewinn. Ole Gastrock-Mey traf damals praktisch mit der Schlusssirene per Freiwurfablage zum Ausgleich. An diese Leistung will das Team nun anknüpfen – diesmal mit dem klaren Ziel, beide Punkte in Eisenach zu behalten.
Personell kann die Mannschaft am Samstag auf eine besser besetzte Bank bauen als zuletzt. Die A-Jugendlichen Tim Nothum und Louis Kryeziu stehen wieder zur Verfügung, eventuell kehrt auch Kapitän Julian Rothhämel nach längerer Pause zurück. Im Tor bilden der am Donnerstag 38 Jahre alt gewordene Stanislaw Gorobtschuk und Aron Büchner das Duo. Rückraumspieler Jannis Rehm musste zwar eine Trainingspause einlegen, soll aber einsatzbereit sein; seine Formkurve zeigt nach Einschätzung des Trainerteams deutlich nach oben. Auf den Außenbahnen sind Leif Katzwinkel und Marec Stupka eingeplant. Verzichten muss der ThSV auf die verletzten Maarten Elwert und Felix Cech.
Das Coaching an der Seitenlinie übernimmt erneut Nachwuchskoordinator Mark Dragunski, sodass sich Spielertrainer Qendrim Alaj ganz auf seine Rolle als Spielgestalter konzentrieren kann. Er erwartet einen körperlich präsenten Gegner mit starkem Rückraum und einem torgefährlichen Rechtsaußen. Gleichzeitig fordert er von seiner Mannschaft „absolute Kampfbereitschaft“ und verweist auf die bereits eingefahrenen Siege gegen den HC Burgenland, Freiberg und Bad Blankenburg als Maßstab.
Ein zentrales Thema der Saison bleibt die Defensive. Mit bislang 777 erzielten Toren – im Schnitt fast 30 pro Spiel – stellt der ThSV Eisenach II einen der treffsichersten Angriffe der Liga. Dem stehen jedoch 888 Gegentreffer gegenüber, also mehr als 34 pro Partie und damit der höchste Wert aller 16 Teams. Die vielen Gegentore hängen auch mit Ballverlusten im Angriff und den daraus resultierenden Tempogegenstößen der Gegner zusammen.
Hinzu kommt die fehlende Konstanz auf der Torhüterposition. In den bisherigen 26 Punktspielen kamen sechs verschiedene Keeper zum Einsatz: Aron Büchner stand in allen Partien im Kader, Bastian Freitag und Lukas Mingram jeweils achtmal, Stanislaw Gorobtschuk siebenmal, Christian Trabert viermal und Andreas Fehr in einem Spiel. Die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhütern lässt sich im Trainingsalltag nur eingeschränkt verbessern, da häufig nur ein Keeper zur Verfügung steht.
Vor diesem Hintergrund erhält das Heimspiel gegen Staßfurt zusätzliches Gewicht. Die Mannschaft setzt darauf, dass die Ränge in der Werner-Aßmann-Halle am Samstagabend gut gefüllt sind und die Fans ihre Reserve im Kampf um den Klassenerhalt unterstützen.
Quelle: Pressemitteilung vom 17.04.2026
Veröffentlicht am 17.04.2026 16:28 von Christian Wolf, Redakteur
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