19.04.2026

ThSV Eisenach II verliert gegen Staßfurt – Klassenerhalt in weiter Ferne

Die zweite Männermannschaft des ThSV Eisenach hat am Samstag, 18.04.2026, einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf der MHV-Regionalliga hinnehmen müssen. In der Werner-Aßmann-Halle unterlag das Team dem HV Rot-Weiß Staßfurt mit 31:33 (12:18). Drei Spieltage vor Saisonende droht damit der direkte Wiederabstieg in die Oberliga Thüringen, auch wenn rechnerisch noch eine Restchance auf den Ligaverbleib besteht.

Nach der Niederlage bleibt der ThSV Eisenach II auf einem Abstiegsplatz. Spielertrainer Qendrim Alaj verweist darauf, dass die endgültige Zahl der Absteiger noch offen ist. Hintergrund sind die Modalitäten der Aufsteiger aus den Oberligen sowie die Frage, ob der aus der 3. Liga kommende SC DHfK Leipzig II in der kommenden Saison in der MHV-Regionalliga oder eine Klasse tiefer antritt. Unter Umständen könnte sogar der drittletzte Tabellenplatz zum Klassenerhalt reichen – aktuell beträgt der Rückstand darauf allerdings vier Punkte, und der direkte Vergleich spricht gegen Eisenach.

Sportlich war das Heimspiel gegen Staßfurt ein Spiegel der vergangenen Wochen. Erneut leistete sich der ThSV Eisenach II eine schwache erste Halbzeit und ging mit einem Sechs-Tore-Rückstand (12:18) in die Pause. „Wir schaffen es einfach nicht, eine solide erste Halbzeit abzuliefern, dann hätten wir alle Optionen“, ärgerte sich Nachwuchskoordinator Mark Dragunski, der an der Seitenlinie das Coaching übernahm. Alaj sprach von einer „inakzeptablen“ Angriffsleistung vor der Pause, auch eine Umstellung auf einen Vier-Mann-Rückraum brachte zunächst nicht den erhofften Effekt.

Nach dem Seitenwechsel stabilisierte sich die Eisenacher Abwehr, der Rückstand schmolz Tor um Tor. Linksaußen Leif Katzwinkel traf sechsmal bei nur einem Fehlwurf, Rückraumspieler Ole Gastrock-Mey setzte mit drei Treffern in Serie wichtige Akzente. Torhüter Stanislaw Gorobtschuk parierte zwischen der 50. und 53. Minute drei Würfe der Gäste. Beim 26:27 (53. Minute) war die Partie wieder völlig offen, die 208 Zuschauer sorgten für deutliche Lautstärke auf den Rängen.

In dieser Phase verpasste der ThSV jedoch den Ausgleich. Würfe von Armend Alaj und Duje Miljak fanden nicht den Weg ins Tor, auf der Gegenseite stellte Staßfurt durch Treffer von Lino Geckert und weitere Angriffe den alten Abstand wieder her. Beim 28:32 in der 57. Minute war die Vorentscheidung gefallen. „Wir sind nicht cool, nicht clever geblieben“, bilanzierte Katzwinkel. Alaj stellte klar, dass man die Gründe für die Niederlage nicht bei den Schiedsrichtern suche: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“

Staßfurt, im gesicherten Tabellenmittelfeld, nutzte seine Situation ohne Abstiegsdruck konsequent aus. Trainer Svajunas Kairis sprach von einer guten Vorbereitung auf das Eisenacher Spiel und hob die Leistung von Torhüter Sebastian Schliwa sowie die breite Torschützenliste hervor. Besonders auffällig war Malvin Haeske mit acht Treffern, dazu trug sich nahezu jeder Feldspieler der Gäste in die Statistik ein. Mit Gene Heinrichs stand zudem ein 19-Jähriger im Staßfurter Aufgebot, der früher kurzzeitig im Nachwuchs des ThSV aktiv war.

Aus Eisenacher Sicht blieb am Ende die Erkenntnis, dass das Team in den Schlussphasen mithalten kann, sich aber durch schwache Startphasen und zu viele Fehler selbst um Erfolge bringt. Dieses Muster zieht sich durch die vergangenen Wochen: Bereits bei den Heimniederlagen gegen die SG Pirna/Heidenau und im Aufsteigerduell gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz sowie beim klar verlorenen Kellerduell in Aschersleben geriet die Mannschaft früh deutlich in Rückstand und musste anschließend einem hohen Minus hinterherlaufen.

Im Restprogramm der Saison stehen für den ThSV Eisenach II noch drei Partien an. Am Samstag, 25.04.2026, reist die Mannschaft zum HC Glauchau-Meerane (Anwurf 17.00 Uhr). Am 09.05.2026 folgt um 19.00 Uhr das letzte Heimspiel gegen die HG Köthen, ehe am 16.05.2026 (19.00 Uhr) das Auswärtsspiel beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz den Schlusspunkt setzt. Um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, müssten die Eisenacher alle drei Begegnungen gewinnen und zugleich auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Gegen Staßfurt verteilten sich die 31 Eisenacher Treffer auf mehrere Schultern. Qendrim Alaj und Ole Gastrock-Mey waren mit jeweils sieben Toren die erfolgreichsten Werfer, Katzwinkel steuerte sechs Treffer bei. Auf Seiten der Gäste ragte neben Haeske (8) vor allem der Rückraum mit Tim Steffen, Justus Kluge und weiteren Akteuren heraus. Trotz der Enttäuschung über das Ergebnis erhielt die Mannschaft von den Fans auf der Haupttribüne Unterstützung bis zur Schlusssirene.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.04.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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