15.05.2025

Thüringer Industrie mit Umsatzplus im ersten Quartal 2025

Im ersten Quartal 2025 verzeichnet die Thüringer Industrie ein spürbares Umsatzwachstum, während sich die Beschäftigtenzahlen erneut rückläufig entwickelten. Verschiedene Branchen zeigten unterschiedliche Dynamiken, wobei besonders die Bereiche elektrische Ausrüstungen und Maschinenreparatur als Wachstumstreiber hervorstachen.

Nach Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik setzte die Industrie im Freistaat im Zeitraum Januar bis März 2025 rund 9,5 Milliarden Euro um. Dies entspricht einem Anstieg von 4,6 Prozent beziehungsweise 416,6 Millionen Euro gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die betrachteten Unternehmen haben jeweils mindestens 50 Beschäftigte.

Der Inlandsumsatz stieg um 225,1 Millionen Euro beziehungsweise 3,9 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Nach Behördenangaben entwickelten sich die Exporte noch dynamischer: Mit einem Plus von 191,5 Millionen Euro oder 5,7 Prozent auf insgesamt 3,6 Milliarden Euro wuchs der Außenhandel spürbar. Die Exportquote lag damit bei 37,6 Prozent und damit über dem Wert im Vorjahreszeitraum, als dieser bei 36,2 Prozent lag.

Im Branchenvergleich konnten insbesondere die Hersteller elektrischer Ausrüstungen ihre Umsätze deutlich ausbauen. Das Plus betrug nach Mitteilung der Statistiker 565,4 Millionen Euro beziehungsweise 86,9 Prozent. Auch die Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen entwickelte sich mit einem Zuwachs von 142,5 Millionen Euro oder 80,3 Prozent ausgesprochen positiv.

Gegenläufig war die Entwicklung im Maschinenbau, der laut der vorgelegten Zahlen einen Umsatzrückgang von 225,9 Millionen Euro beziehungsweise 22,2 Prozent verkraften musste. Deutlich rückläufig entwickelten sich zudem die Umsätze in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die um 111,6 Millionen Euro beziehungsweise 11,2 Prozent sanken.

Die Beschäftigtenzahl in den Thüringer Industriebetrieben lag im Durchschnitt der ersten drei Monate des Jahres bei 140.842 Personen, welches einem Rückgang um 2,1 Prozent beziehungsweise 2.962 Beschäftigte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Beschäftigtenabbau setzte sich damit den siebten Monat in Folge fort. Die Gesamtzahl der Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten sank ebenfalls und lag zu Beginn des Jahres bei 776, was einem Rückgang um 22 Unternehmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gleichkommt.

Quelle: Pressemitteilung vom 15.5.2025
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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