Thüringer Museum Eisenach verzeichnet Besucherzuwachs und vielfältiges Jahresprogramm
Das Thüringer Museum Eisenach hat im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnet. Insgesamt wurden bis zum 31. Dezember 8229 Gäste gezählt, was einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (7164 Besucher) bedeutet. Damit konnte das Museum das Niveau vor der Corona-Pandemie erreichen und sogar übertreffen. Die meisten Gäste besuchten das Stadtschloss, gefolgt von der Predigerkirche und der Reuter-Wagner-Villa.
Zu diesem Erfolg trugen mehrere Sonderausstellungen bei. Das Jahr begann mit der Schau „Herrscherwille und Bürgergeist – 125 Jahre Thüringer Museum“ im Stadtschloss. Es folgten eine Ausstellung zum immateriellen Kulturerbe des Sommergewinns, zu der auch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt begrüßt wurde, sowie eine künstlerische Auseinandersetzung mit Werken der Curt-Elschner-Galerie anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens. Die Ausstellung „Geschenkt!“ zeigt derzeit Schenkungen aus den letzten drei Jahren.
In der Predigerkirche ist noch bis voraussichtlich Mitte Februar die Ausstellung „Elisabeth – Die Heilige, die unter uns lebt“ zu sehen, die in Zusammenarbeit mit der ungarischen Partnerstadt Sárospatak entstand. Allerdings bleibt die Predigerkirche wegen technischer Probleme an der Heizung vorübergehend geschlossen. Im ersten Halbjahr 2025 konnten Besucher dort außerdem historische Fotografien der Wartburg und moderne Malerei von René Büchner entdecken.
Das Veranstaltungsangebot im Museum war breit gefächert: Sonderführungen, Lesungen, Konzerte, Gesprächsrunden und Vorträge lockten zahlreiche Gäste an. Der Rokokosaal im Stadtschloss wurde auch von externen Veranstaltern genutzt, etwa vom Handballverein ThSV Eisenach für eine Pressekonferenz und von der Thüringer Polizei für eine Beförderungsveranstaltung. In den Sommermonaten dient der Rokokosaal zudem als Trauungsort, was im vergangenen Jahr von fünf Paaren genutzt wurde. Weitere Eheschließungen und Zeugnisübergaben fanden in anderen Bereichen des Stadtschlosses statt.
Im wissenschaftlichen Bereich wurden verschiedene Projekte angestoßen, darunter Forschungen zur Geschichte der Curt-Elschner-Galerie in der DDR und eine Machbarkeitsstudie für eine stadtgeschichtliche Ausstellung. Die Digitalisierung von Museumsbeständen wird gemeinsam mit der Thüringer Universität und Landesbibliothek vorangetrieben. Restauratorische Arbeiten an mittelalterlichen Schnitzplastiken und Kunstwerken konnten dank Fördermitteln und Unterstützung lokaler Initiativen fortgesetzt werden.
Der Bestand des Museums wurde im vergangenen Jahr durch zahlreiche Schenkungen erweitert, darunter eine Puppenstube aus den 1940er Jahren, Bände einer Erstausgabe von Fritz Reuter und ein Gemälde der 2025 verstorbenen Eisenacher Künstlerin Lydia Schindler. Auch Zeugnisse der Elisabeth-Verehrung und ein Bildnachlass des Künstlers Erich Windbichler bereichern nun die Sammlung. Museumsleiter Dr. Reinhold Brunner betont zudem das Engagement für den Erhalt des künstlerischen Erbes von Günter Laufer, dessen Werkstatt am Frauenplan weiterhin zahlreiche Arbeiten beherbergt.
Quelle: Pressemitteilung vom 13.01.2026
Bild: ©Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 13.01.2026 12:57 von Marcus Schütz, Fachredakteur
Kommentare