03.05.2025

Thüringer Tourismus im Wandel: Positive Signale trotz Herausforderungen

Im Februar 2025 zeigt sich im Thüringer Tourismus ein differenziertes Bild: Trotz eines leichten Rückgangs der Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr gibt es positive Trends bei bestimmten Beherbergungsarten und Regionen. Während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer über dem Bundesdurchschnitt liegt, kommen Hiobsbotschaften aus klassisch winterlichen Destinationen.

Die Thüringer Tourismus GmbH gibt an, dass die landesweiten Übernachtungszahlen im Februar 2025 bei insgesamt rund 560.000 liegen, was minimal unter dem Vorjahreswert bleibt. Nicht anders als in anderen Bundesländern, wo nur zwei ein Übernachtungsplus verzeichnen konnten, ist der Rückgang Teil eines bundesweiten Trends, der insbesondere in den Wintermonaten Januar und Februar 2025 zu beobachten sei. Insgesamt wurden in diesen zwei Monaten etwa 1,1 Millionen Übernachtungen im Freistaat registriert.

Einige positive Entwicklungen lassen jedoch aufhorchen. Beispielsweise konnte das Altenburger Land im Vergleich zum Vorjahr erheblich mit einem Plus von 8 Prozent zulegen. Weimar und das Thüringer Vogtland zeigen ebenfalls Zuwächse. Im Februar 2025 verzeichnete der Thüringer Wald mit ungefähr 221.000 Übernachtungen die meisten Buchungen. Trotz dieser hohen Zahl sank die Nachfrage hier um 8,7 Prozent, was in erster Linie auf die milde Winterwetterlage zurückzuführen sei.

Regionale Unterschiede und Ferienzeitverschiebungen aus benachbarten Bundesländern beeinflussten die Übernachtungszahlen in Wintergebieten wie dem Thüringer Wald zusätzlich. Zudem sorgten Einschränkungen in einzelnen Betrieben im Weimarer Land für einen Einfluss auf die Übernachtungsstatistik. Positiv seien jedoch der angekündigte Verkauf und die Wiedereröffnung des Hotels am Goethebrunnen und die Erweiterung des Hotels „Velo inn“.

Pensionen verzeichnen entgegen dem Trend ein Nachfrageplus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch im Bereich der Campingplätze ist ein Anstieg bemerkbar. Hier könne die Preissensibilität der Gäste ebenso wie der Wunsch nach flexibleren Übernachtungsformen Gründe sein.

Im deutschlandweiten Kontext liege die Gesamt-Übernachtungszahl im Februar 2025 um 4,5 Prozent unter dem Vorjahr. Thüringen bewege sich damit im nationalen Trend, was die aktuellen Herausforderungen im Tourismus unterstreicht.

Quelle: Pressemitteilung vom 2.5.2025
Foto: Elop, CC BY-SA 2.5
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