19.08.2026

„Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen“: Ex-ThSV-Star Grgic über Flensburg und Eisenach

Ein Jahr nach seinem Abschied aus Eisenach ist Marko Grgic mit der SG Flensburg-Handewitt zum Wartburg-Cup 2026 in die Werner-Aßmann-Halle zurückgekehrt – und hat dabei klare Ziele formuliert. Im Gespräch nach dem Turnier blickt der 22-jährige Nationalspieler auf das Duell mit dem ThSV Eisenach, den Turniersieg gegen den SC Magdeburg und seine Rolle im Starensemble aus dem Norden. Gleichzeitig findet der gebürtige Eisenacher deutliche Worte zur Perspektive seines Ex-Klubs.

Beim diesjährigen Wartburg-Cup setzte sich Flensburg im entscheidenden Spiel knapp mit 33:32 gegen den SC Magdeburg durch. Grgic spricht von einem „hochklassigen Match“, in dem beide Teams das Vorbereitungsturnier unbedingt gewinnen wollten. Ausschlaggebend sei am Ende die Torhüterleistung gewesen: In der Schlussphase habe der Flensburger Keeper den letzten Magdeburger Wurf pariert, insgesamt habe die SG über das gesamte Turnier „gut verteidigt“ und den Gegner zu Fehlern gezwungen.

Schon zum Auftakt hatte der ThSV Eisenach den Favoriten gefordert. Die Eisenacher seien „noch frisch“ gewesen und von den eigenen Fans getragen worden, so Grgic. Für Flensburg sei diese Partie der „richtige Gradmesser“ zum Einstieg ins Turnier gewesen. Nach der Pause habe seine Mannschaft die Begegnung kontrolliert zu Ende gespielt, im weiteren Verlauf des Turniers seien die Eisenacher dann müder geworden.

Die Rückkehr in die alte Heimat beschreibt Grgic als emotional. Fast drei Tage war die SG Flensburg-Handewitt in der Stadt, der Rückraumspieler nutzte die Zeit für einen Bummel durch Eisenach und Gespräche mit vielen Bekannten. „Alles so vertraut“, sagt er rückblickend und betont, dass er sich in Stadt und Halle trotz der großen Sommerhitze wohlgefühlt habe.

Sportlich hat sich für den früheren Torschützenkönig der Bundesliga viel verändert. Während er beim ThSV Eisenach oft im Mittelpunkt stand und über weite Strecken durchspielte, ist er in Flensburg Teil eines deutlich breiter besetzten Kaders. Das sieht er als Vorteil: Die Mannschaft verfüge über viele sehr gute Spieler, die Verantwortung werde bewusst auf mehrere Schultern verteilt. Top-Spiele ließen sich nicht allein über die individuelle Klasse Einzelner entscheiden, betont Grgic.

In der vergangenen Saison kam er wegen Verletzungen im Team häufig auf Einsatzzeiten von bis zu 60 Minuten. Künftig soll die Belastung besser verteilt werden. Ziel sei es, von langfristigen Ausfällen verschont zu bleiben, damit niemand dauerhaft durchspielen müsse. Grgic versteht sich als Teil eines Kerns, der sich über die Saison hinweg weiterentwickeln und alle anstehenden Aufgaben gemeinsam annehmen soll.

Mit Blick auf die kommende Spielzeit formuliert der Rückraumspieler hohe Ansprüche. National will die SG Flensburg-Handewitt „besser als letztes Jahr abschneiden“ und wieder um Titel mitspielen. Konkrete Ziele sind der Einzug ins Final4 des DHB-Pokals und der Kampf um die deutsche Meisterschaft. International peilt der Klub den Gewinn der European League und die Qualifikation für die Champions League an. Für Grgic ist klar: Mit einem Verein wie Flensburg müsse man „einfach um den Titel mitspielen“, am Ende werde die konstanteste Mannschaft Meister.

Seinen früheren Verein hat der Nationalspieler weiter im Blick. Im Gespräch während des Wartburg-Cups lobte er die kämpferische Einstellung des ThSV Eisenach und die Verpflichtung junger Spieler auf Linksaußen. Wenn sich die Mannschaft gefunden habe, sehe er „eine gute Zukunft in der bevorstehenden Saison“ für den Bundesliga-Aufsteiger.

Für die Fans in Eisenach war der Wartburg-Cup damit nicht nur ein hochkarätig besetztes Vorbereitungsturnier, sondern auch ein Wiedersehen mit einem der prägenden Spieler der vergangenen Jahre. Grgic, der zwischen 2022 und 2025 das Trikot des ThSV trug und in der Saison 2024/2025 mit 301 Treffern Torschützenkönig der 1. Handball-Bundesliga wurde, kehrte als gereifter Nationalspieler in die Werner-Aßmann-Halle zurück – mit klaren Ambitionen im Gepäck.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.08.2026
Veröffentlicht am von , Redakteur

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