29.04.2025 🤔1

80 Jahre Freiheit: Eisenach gedenkt Ende des Krieges

Die Stadt Eisenach und der Deutsche Gewerkschaftsbund laden am 8. Mai 2025 zu einem bewegenden Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und das Ende des Nationalsozialismus vor 80 Jahren ein. Auch Vorträge und Veranstaltungen zur Erinnerungskultur stehen auf dem Programm.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa laden die Stadtverwaltung Eisenach und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu einer Gedenkveranstaltung ein. Diese findet am 8. Mai um 17 Uhr am sowjetischen Ehrenmal auf dem Eisenacher Hauptfriedhof statt. Zu den Rednern zählen Oberbürgermeister Christoph Ihling und Michael Lemm, Vorsitzender des DGB Wartburgkreis. Sie werden die historische Bedeutung und die anhaltende Wichtigkeit des Gedenkens hervorheben.

Ein öffentlicher Vortrag des Historikers Jens Schley wird das Programm ergänzen. Schley, der für die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft tätig ist, wird um 19 Uhr im Rokokosaal des Stadtschlosses die Ereignisse rund um das Kriegsende in Thüringen beleuchten. Unter dem Titel „Die Stadt ist führerlos“ wird er die Geschehnisse in Eisenach und die anschließende amerikanische Besatzungszeit anhand historischer Dokumente und zeitgenössischer Berichte darstellen. Er wird darüber hinaus auf Fragen eingehen, wie heute an das Kriegsende erinnert wird und welche Aspekte der Erinnerungskultur ausgeblendet werden.

Die Veranstaltung am Markt in Eisenach unter dem Slogan „Gold statt Braun“ bietet ein weiteres Highlight des Gedenktages. Von 14 bis 22 Uhr werden Workshops, Redebeiträge und ein orientalischer Kochkurs unter dem Namen "Salam Kitchen" angeboten. Die Teilnahme an einer Tanzdemonstration um 21 Uhr rundet das vielfältige Programm ab. Diese Aktivitäten werden vom Verein Neue Welten e.V. und dem Kulturbüro Der Rote Faden organisiert. „Gold statt Braun“ ist ein jährlich stattfindendes Gemeinschaftsprojekt, das sich für Vielfalt und gegen rechtsextreme Tendenzen einsetzt.

Jens Schley hat Studien zur Geschichte der NS-Zeit und des Kriegsendes in Thüringen veröffentlicht und ist für die Gedenkstätte Buchenwald, die Universität Erfurt und mehrere Museen in Deutschland und Österreich tätig. Nach seinem Vortrag gibt es die Möglichkeit, mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Diese Veranstaltung bietet den Teilnehmern die Chance, ihr Wissen über die Geschichte zu erweitern und die Relevanz der Erinnerung im heutigen Kontext zu verstehen.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.4.2025
Foto: Stadtarchiv Eisenach; So sahen das Bachhaus und Teile des Frauenplans am 6. April 1945 aus. An dem Tag hat die US-Armee die Stadt Eisenach eingenommen.
Veröffentlicht am von , Redakteur
Aktualisiert: 30.04.2025 04:42

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