Dorfregion Unteres Eltetal: Neue Förderchance für Gerstungen und Umgebung
Die Dorfregion „Unteres Eltetal“ mit der Gemeinde Gerstungen erhält vom Freistaat Thüringen Rückenwind für die kommenden Jahre: Als einer von neun neuen Förderschwerpunkten im Dorfentwicklungsprogramm ist die Region für den Zeitraum 2027 bis 2031 ausgewählt worden. Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John übergab die Anerkennungsurkunde am 14.09.2026 in Bachra. Mit dem Status als Förderschwerpunkt kann die Region gezielt Gelder für Projekte im ländlichen Raum beantragen.
Insgesamt hatten sich elf Gemeinden und Dorfregionen in Thüringen um die Aufnahme in die neue Förderrunde beworben, neun wurden ausgewählt – darunter die Dorfregion „Unteres Eltetal“ und zusätzlich die Gemeinde Unterbreizbach. Für das Jahr 2027 stehen landesweit rund 27,7 Millionen Euro für die Dorfentwicklung bereit, kofinanziert von Bund und EU. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).
Grundlage für die Anerkennung ist ein Gemeindliches Entwicklungskonzept (GEK), das die beteiligten Kommunen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet haben. Darin werden die Ausgangslage der Dörfer, ihre Stärken und Probleme analysiert und konkrete Ziele und Vorhaben festgelegt. Das Landwirtschaftsministerium bewertet diese Konzepte in einem Auswahlverfahren – die Aufnahme als Förderschwerpunkt gilt als Bestätigung, dass die Region mit ihrem Konzept überzeugt hat.
Mit der Anerkennung als Förderschwerpunkt kann die Dorfregion „Unteres Eltetal“ in den kommenden Jahren Förderanträge stellen, etwa für die Sanierung von Gebäuden, die Aufwertung von Plätzen oder für Infrastrukturprojekte. Entscheidend ist dabei, dass die Vorhaben an den im Konzept beschriebenen Zielen ausgerichtet sind und den Alltag vor Ort verbessern – vom Treffpunkt für Vereine bis zu Orten für Arbeit und Austausch.
Wie hoch die Förderung für einzelne Projekte in Gerstungen und den umliegenden Orten ausfallen kann, hängt von den jeweiligen Förderkriterien und den verfügbaren Haushaltsmitteln ab. Klar ist: Mit dem neuen Status als Förderschwerpunkt hat die Dorfregion „Unteres Eltetal“ zwischen 2027 und 2031 bessere Chancen, Vorhaben zur Stärkung des ländlichen Raums finanziell zu hinterlegen und Schritt für Schritt umzusetzen.
Für den Wartburgkreis fügt sich die Entscheidung in eine Reihe von Programmen ein, mit denen ländliche Strukturen gestärkt werden – von LEADER-Projekten in den Ortsteilen rund um Eisenach bis hin zu regionalen Entwicklungsstrategien, die die Zusammenarbeit der Kommunen bündeln. Die nun anerkannte Dorfregion „Unteres Eltetal“ eröffnet Gerstungen und dem Umland eine zusätzliche Möglichkeit, solche langfristigen Planungen mit konkreten Investitionen zu untersetzen.
Quelle: Pressemitteilung vom 14.09.2026
Veröffentlicht am 01.10.2026 15:38 von Christian Wolf, Redakteur
Kommentare