16.06.2026

Eichenprozessionsspinner: Spielplatz Wichtelwald bei Weberstedt gesperrt

Der beliebte Spielplatz „Wichtelwald“ nahe Weberstedt im Nationalpark Hainich ist seit dem 16. Juni 2026 bis auf Weiteres gesperrt. Grund sind Raupen des Eichenprozessionsspinners, die auf dem Gelände festgestellt wurden. Die Nationalparkverwaltung begründet die Maßnahme mit dem Gesundheits- und Besucherschutz, insbesondere für Kinder.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen bevorzugt an Eichen auftreten. Sie bilden feine Brennhaare, die bei Menschen Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen sowie allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden auslösen können. Besonders Kinder reagieren laut Fachleuten häufig empfindlich auf den Kontakt mit den Brennhaaren.

„Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns oberste Priorität. Daher haben wir den Spielplatz vorsorglich gesperrt und entsprechende Hinweisschilder aufgestellt“, erklärt Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. Die betroffene Fläche ist abgesperrt, der Zugang zum Spielgelände ist untersagt.

Die Nationalparkverwaltung bittet alle Besucherinnen und Besucher, die Absperrungen strikt zu beachten und den Bereich rund um den Spielplatz nicht zu betreten. Die Brennhaare der Raupen können auch durch den Wind verweht werden und stellen vor allem an stark frequentierten Orten wie Spielplätzen ein Gesundheitsrisiko dar.

Für den übrigen Nationalpark gibt die Verwaltung Entwarnung: Eichen kommen dort nur selten vor. Lediglich in wenigen Randbereichen, zu denen auch die Fläche am Wichtelwald gehört, finden sich kleinere Eichenbestände, in denen der Schädling auftreten kann.

Über die weitere Entwicklung und die Wiederfreigabe des Spielplatzes will die Nationalparkverwaltung rechtzeitig informieren. Familien und Ausflügler, die in den kommenden Tagen einen Besuch im Hainich planen, sollten sich daher vorab über mögliche Einschränkungen informieren und alternative Ziele im Nationalpark in Betracht ziehen.

Hinweise zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner geben unter anderem die zuständigen Umwelt- und Gesundheitsbehörden. Generell gilt: Raupen und Gespinste nicht berühren, Kinder und Haustiere fernhalten und bei Verdacht auf Kontakt mit den Brennhaaren auf mögliche Symptome wie Hautausschlag oder Atembeschwerden achten.

Quelle: Pressemitteilung vom 16.06.2026
Foto: Nationalparkverwaltung Hainich
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