Einzelhändler atmen auf: Neue Lösung für die Sichtbarkeit an der Löbersbach-Baustelle beschlossen
Seit Monaten beeinträchtigt die Sanierung des unterirdisch verlaufenden Löbersbach die Geschäfte an der Johannisstraße in Eisenach. Die Durchfahrt ist gesperrt, zahlreiche Baucontainer und Materiallager versperren bislang die Sicht auf die lokalen Einzelhändler. Nun wurde eine erste Maßnahme angekündigt, die den betroffenen Geschäften zumindest vorübergehende Erleichterung verschaffen soll.
Die Sanierung des Löbersbach, für die die Zufahrtsstraße zwischen Johannisstraße und Wartburgallee komplett gesperrt wurde, hat nach Angaben der Stadtverwaltung den lokalen Einzelhandel erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Ladenbesitzer hätten beklagt, dass ihre Geschäfte durch Baucontainer, ein Silo sowie Materiallager kaum wahrgenommen oder nur schwer erreicht werden könnten. Werbemaßnahmen – wie Plakate am Bauzaun – hätten bisher keinen durchschlagenden Erfolg gebracht.
Nach Gesprächen zwischen Oberbürgermeister Christoph Ihling und den betroffenen Unternehmern wurde jetzt zugesagt, die beiden Hauptbaucontainer in naher Zukunft abzubauen. Die rund 15 Meter langen Container verdeckten bisher den Blick auf ein Reisebüro, einen Stoff- und Kurzwarenladen sowie ein Hut-Atelier.
Um weiterhin Umkleide- und Sanitärmöglichkeiten für die Bauarbeiter sowie ein Büro für die Bauleitung sicherzustellen, sollen diese Funktionen in leerstehende Gewerberäume in der Johannisstraße 6 bis 8 verlegt werden. Die zuständige Baufirma habe nach Informationen der Stadt diese Räumlichkeiten inzwischen angemietet. Noch seien einige Detailfragen, etwa die Installation einer mobilen Dusche, zu klären.
Nach Einschätzung der Stadtverwaltung soll die Sichtbarkeit der Einzelhändler mit dem Abbau der Container in spätestens drei Wochen verbessert werden. Zusätzlich wird es dann wieder möglich sein, zumindest kurzzeitig vor den Geschäften zu halten, was besonders für die Kundschaft von Vorteil sein dürfte.
Auch für weitere Ladeninhaber zeichnet sich eine Verbesserungen ab: Das große Baustellen-Silo wird mit dem Fortschreiten der Sanierungsarbeiten weiter in Richtung Karlsplatz versetzt, Teile des Materiallagers sollen ebenfalls verlagert werden. Dadurch könnten etwa ein alteingesessener Blumenladen wieder mehr Tageslicht bekommen und Sichtbarkeit erlangen.
Oberbürgermeister Ihling habe nach eigenen Angaben das Gespräch mit den Gewerbetreibenden gesucht und betont, dass die Sorgen der Einzelhändler ernst genommen werden. Allen beteiligten Akteuren sprach er für die kooperative Lösungsfindung seinen Dank aus.
Die Sanierungsarbeiten werden nach Auskunft der Stadtverwaltung mindestens bis Februar 2026 andauern. Als Grund für die lange Bauzeit nannte Christoph Ihling die Entscheidung für eine bergmännische Sanierung unter Tage anstelle einer offenen Bauweise. Letztere hätte eine Vollsperrung des Karlsplatzes und der Johannisstraße zur Folge gehabt. Derzeit ist lediglich eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Markt/Johannisplatz ausgeschildert.
Die Bauarbeiter hätten sich ausgehend von der ersten Schadensstelle bereits rund 22 Meter vorangearbeitet. Weitere, noch größere Schadstellen seien bereits lokalisiert worden. Um Transparenz über den Baufortschritt zu schaffen, plant die Baufirma, Baupläne und Fotos im Schaufenster der inzwischen angemieteten Büroräume auszuhängen.
Quelle: Pressemitteilung vom 18.7.2025
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 18.07.2025 15:08 von Christian Wolf, Redakteur


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